11. Oktober 2007

11. Oktober 2007 um 23:35 Uhr von Fabian

Dresscodes von Frauen

Welche Regeln bestimmen die Kleiderwahl von Frauen? Wer definiert diese ‘Dresscodes’? Antworten gab es im Internationalen Zentrum von der Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun und dem spanischen Philosophen Daniel Innerarity.
Falsch gekleidet ist man heute, wenn man friert, so von Braun. In Deutschland sind die Normen und Regeln, was Frau tragen darf, weitgehend aufgeweicht. Nicht so in vielen anderen Ländern: In Indien z.B. darf der Bauch gezeigt werden, nicht aber die Beine. Allzu lange ist es aber noch nicht her, dass es auch im europäischen Raum eine Kleiderordnung (u.A. zur Kennzeichnung des sozialen Standes / einer Klassenordnung / einer Geschlechterordnung) einzuhalten galt. Natürlich immer im zeitlichen Wandel. Allmählich sind diese Regeln dann bei uns verschwunden, in anderen Kulturkreisen aber bestehen sie fort.
Dresscodes können religiöse, kulturelle oder soziale Ursachen habe. So hat z.B. Paulus (der Apostel) vorgebracht, dass Frauen in Gotteshäusern ihren Kopf zu verschleiern haben. Dies sollen sie deshalb tun, da sie, nicht wie der Mann, direkt nach Gottes Ebenbild geschaffen wurden, sondern nach dem Ebenbild des Mannes. Sie haben daher keine direkte Beziehung zu Gott. Eine ganz andere Begründung als z.B. der Islam sie vorbringt (”Schutz vor sexuellem Begehren” durch Männer).

Zwischendrin wird immer wieder kurz auf männliche Dresscodes geschwenkt. Wärend es bei Frauen die Tendenz gibt den Körper zu betonen, so ist dies beim Mann der umgekehrte Fall. Männer treten in der Öffentlichkeit als asexuelle Wesen auf. Dadurch, dass der Mann sein Geschlecht versteckt, so von Braun, wird er zur Norm (und Neutrum), die Frau zur Ausnahme. Allerdings sei die neutrale Rolle des Mannes durch seine uniforme Kleiderwahl auch ein wenig eine langweilige. So kann er durch seine Kleidung kaum etwas ausdrücken. Frauen können dagegen eine Fülle an Facetten zeigen und so auch die eigene Rolle variieren (oder auch “Masken anlegen”). Die Möglichkeiten der Wahl der Kleidung (bzw. der Rolle) ist zwar “harte Arbeit”, so von Braun, “aber ich nehm’s hin”. Innerarity fügt später hinzu: “Frauen machen mit ihrer Kleidung deutliche Aussagen, wir Männer dagegen verschleiern sehr gut.”

Frauen sind mit ihrer Weiblichkeit dann im Nachteil, wenn sie z.B. politische Laufbahnen oder wissenschaftliche Karrieren anstreben. Sie bekommen Eigenschaften wie Emotionalität, Befangenheit, usw. zugeschreiben, da sie eine “angebliche Neutralität” (wie der Mann durch seinen uniformen, asexuellen Kleidungsstil) nicht zeigen können. Auch prominente Beispiele werden genannt: Ségolene Royal wurden wegen ihrer Weiblichkeit alle ihre Fähigkeiten als Inkompetenzen ausgelegt und hat auch (unter anderem) dadurch ihre Wahl verloren.

Von Braun erklärt, dass eine Geschlechterordnung Basis jeder Gesellschaft und auch Basis das jeweiligen Verstänisses von Natur ist. Daduch, dass die eigene Geschlechterordnung, gekennzeichnet durch Dresscodes, immer als natürlich wahrgenommen wird, werden die ‘Anderen’ (z.B. eine Frau mit Kopftuch) automatisch als unnatürlich wahrgenommen. Kulturelle Abgrenzung findet hier im Grunde nicht über die Dresscodes der Frau, sondern über die jeweilige Geschlechterordnung statt.
Ein Geheimrezept, wie verschiedene Kulturen in einem Land besser zusammen leben können, hat Herr Innerarity zwar nicht, aber einen kleinen Rat: “Es ist besser Besonderheiten bezubehalten, als Universalität herzustellen. (…) Der erste Schritt für das Verständnis zwischen unterschiedlichen Wesen (…) ist die Anerkennung der eigenen Besonderheit.”

Am Ende der Diskussion gibt es dann noch einen Ausblick in die Zukunft der Dresscodes von Frauen: “Es wird sowohl ein weiteres Aufweichen der Dresscodes, aber auch Gegenbewegungen dazu geben”, prognostiziert von Braun. Es ist vorstellbar, dass Frauen, die die fortschreitende “Entkleidung der Frau in der westlichen Kultur in den letzten hundert Jahren” nicht weiter mitmachen wollen, ein Kopftuch tragen werden. Aber auch der Trend zur Verkürzung der Kleidung von Frauen wird sich weiter fortsetzen: “Röcke können noch kürzer werden.”

Teilnehmer der Diskussion
Bild: Christiane von Braun, Jenny Friedrich-Freksa (Moderation), Daniel Innerarity

11. Oktober 2007 um 18:44 Uhr von Anne

Dünne Wände

Wenn ich nicht gerade im Web 2.0 Wohnzimmer bin und mich dort an den schicken und gemütlichen Designer-Möbeln erfreue, befinde ich mich meist in meinem Büro im Presse-Zentrum. Welches mit ziemlich dünnen Stellwänden gesegnet ist. Diese Wände vermitteln die trügerische Sicherheit von Privatsphäre (man kann ja schließlich nicht gesehen werden) ohne eben diese tatsächlich zu gewährleisten (man hört prima und wird prima gehört). Das führt mitunter dazu, dass man sich ungeniert und lautstark über Dinge unterhält, die vielleicht nicht unbedingt alle mitbekommen sollten - was sie dann aber natürlich tun, der Wände sei Dank. 

Das stete Mithören-Müssen kann manchmal etwas anstrengend sein, da es die Konzentration und somit das Arbeiten erschwert. Zum Beispiel, wenn die Stellwand-Nachbarn ins  Telefon schreien, über ihre Computer fluchen oder sich ständig Witze erzählen.

Es kann aber auch sehr amüsant sein. Weil man zum Beispiel auf diese Weise neue Witze lernt (über die man sich prächtig amüsiert, aber die man leider 30 Sekunden später schon wieder vergessen hat). Oder weil die Stellwand-Nachbarn so schön Anteil nehmen. So musste ich eben mal spontan explosionsartig niesen (kann ja mal vorkommen), da schallte es auch schon freundlich “Gesundheit!” von irgendwo her.

Und als sich eben die freundliche Hallenstimme für unseren heutigen Besuch auf der Frankfurter Buchmesse bedankte und uns eine sichere Heimfahrt wünschte, da hat sich der freundliche Unbekannte auch gleich mal für diese guten Wünsche bedankt.

Da behaupte mal noch einer, Journalisten seien unhöflich.

11. Oktober 2007 um 18:17 Uhr von Janni

Bei den Österreichern 1

Dass ich schon einmal auf der Buchmesse war, habe ich ja bereits erwähnt - dass ich auf einer Party oder einem Empfang war, bisher nicht. Das liegt daran, dass mir dieses Vergnügen bisher nicht zuteil wurde und dank lieber Einladung des österreichisch-südtiroler Verlags meines Vertrauens durfte ich gestern Abend erstmals den österreichischen Empfang im Städel besuchen.
Stadtplan
Eine lustig brummend-summende Menge einigermaßen entspannter Menschen, die sich irgendwie alle zu kennen schienen (ich hab mir nachher sagen lassen, so scheint es nicht nur), die in Knäueln um die Buffet-Inseln stehen und den permanent heißen Wannen hantierenden Köchen und Kellnern weichen müssen.

Gutes Essen und nette Leute also, von denen auch die gerade erst bekannt gewordenen mir mein vielleicht phasenweise verdattertes Reden großzügig nachsehen.

Welch angenehmer Einstand meines ersten echten Messetages!

Österr Empfang

11. Oktober 2007 um 18:05 Uhr von Katja

UND DER REST??

13:45 am heutigen Nachmittag begann eine eigentlich sehr vielversprechend klingende und dann doch enttäuschend schnell zu Ende gegangene Veranstaltung, die es hätte schaffen können und nicht tat.

“WAS COMMUNITIES DEN VERLAGEN WIRKLICH BRINGEN”
war im Ankündigungstext zu lesen und der inhaltlichen Versprechung dieses Claims waren auch zahlreich die Wissbegierigen gefolgt: volle Ränge im Forum Innovation (Halle 4.2 / Q / ganz hinten) und interessierte Gesichter, gespanntes Warten und dann eine ganze 15 Minuten dauernde Präsentation bekannter Schlagwörter und erklärungslos stehengelasserer neuer.

Web2.0, user generated content, affiliate marketing, blogospäre, tagging, RSS etc etc. - wer in der Materie steht kennt die Begriffe und hatte ergo wenig mitzunehmen, wer sie nicht kennt, dem nützen sie auch nichts und stehen daher unnütz im Raum.

Den Nutzen von Communities- in diverser Form und Intensität - für Verlage zu beleuchten kann einen ganzen Abend füllen und wäre selbst dann nicht hinreichend betrachtet gewesen ____ es allerdings in einem 15 minütigen Kurzabriss auszuwerfen, ist doch aber schade! Zumal es keinerlei Diskussion im Anschluss gab und daher auch keine Fragen geklärt werden konnten. Hat sich keiner getraut?

Liebe Leute,

entweder sind die Inhalte eines Verlagsangebotes so zwingend und schlagendtrefflich, dass einfach keiner umhin kann und sich ihnen entziehend doch lieber fern zu sehen, oder aber sie sind so verpflichtend, dass nun mal in der 12 Klasse Gymnasium gewisse Texte in gewissen Büchern einfach gelesen und damit gekauft werden müssen. Ist dem aber nicht so [gibt es also weder den perfekten Inhalt noch das programmatische Gelesenwerden mittels Verlegung einer Pflichtlektüre], dann braucht es die Reanimation des intersidziplinären Austausches eines intermedialen Publikums und damit: eine community.

Schätzungsweise 70% Eurer Leser sind im Netz unterwegs, davon wiederum schätzungsweise 70% vergleichsweise versierte User diversester Angebote im neuen tollen Mitmachweb - greift sie Euch! Mitmachanimation, Involvierung in eigentlich verlags- versus buchhandlungsinterne Entscheidungsprozesse und fertig ist das authentische Stimmungsbarometer für die nächsten 100 Veröffentlichungen/Verkäufe.

So einfach ist das und wers nicht glaubt darf gerne fragen - mich ober die innovativen Web-Planer in Halle 4.2 - die wissen das nämlich alles auch, konnten es nur leider heute in dem Kurzvortrag nicht rüberbringen.

11. Oktober 2007 um 17:53 Uhr von Janni

Strike!

Dass es tatsächlich Streik während der Messe gibt, steht nun fest.
Bin ja gespannt, wie der An- und Abreiseverkehr sich gestaltet, wenn man auch auf der Straße nicht mit freier Fahrt rechnen kann.

Der hilfreichste Link der nächsten Stunden wird bestimmt www.rmv.de sein. Da findet sich u.a. eine Liste der S-Bahnen, die im Auftrag des RMV von der Deutschen Bahn betrieben werden - und somit definitiv bestreikt werden.
Allerdings wird nicht abzusehen sein, ob nicht DB-Züge die S-Bahnhöfe schlicht blockieren.

Ich klopfe auf unseren Massivholztisch, während ich schreibe: toi toi toi

11. Oktober 2007 um 17:04 Uhr von Anja

Der schnellste Typ der Welt

Schnell, schneller, Quim Monzó - zumindest hält er für mich den Rekord im schnellen sprechen und vortragen. Gerade eben war ich auf einer von Quim Monzós Veranstaltungen “100 Geschichten”. Natürlich wurden nicht alle 100 Kurzgeshichten von ihm vorgetragen. Sondern nur eine - “Der Unfall”. Eine sehr obskure Geschichte über zwischenmenschliche Beziehungen. Darin zeichnet Monzó ein Bild von Gewalt und die Erbarmungslosigkeit in der heutigen Gesellschaft. Dennoch die Erzählkunst ist überwältigend. Aber keine Angst, es gibt ja noch weitere Geschichten wie “Gegen halb eins”, “Das Schloss” oder “Mein Bruder”. Quim Monzó, der wohl bekannteste katalanische Autor, stellte sich nach der Lesung noch einigen Fragen. Eine fand ich ganz besonders interessant: “Warum schreiben sie Kurzgeschichten und keine Romane, Herr Monzó?” Die Antwort trägt sowohl humoristische als auch ironische Züge: “Ich gehe gerne auch ins Theater, lese gerne oder höre Musik, surfe im Internet … da kann ich schlecht noch nebenbei einen Roman schreiben. Dafür habe ich keine Zeit. Obwohl ich sehr viel von Romanen halte und lese diese auch gelegentlich. Aber es gibt auch leidenschaftliche Leser die Kurzgeschichten lesen.”

Übersetzt wurden diese 100 Kurzgeschichten übrigens von Monika Lübcke vom Katalanischen ins Deutsche. Sie trug die Kurzgeschichte “Der Unfall” auch heute auf Deutsch vor.

11. Oktober 2007 um 16:45 Uhr von Fabian

Durch Intuition zur Million

Intuition ist nicht beeinflussbar. Darin waren sich die drei Experten der Diskussion “Intuition: Die Entdeckung des gefühlten Wissens” einig. Sie ist jedoch von diversen Variablen abhängig. So beeinflusst besonders die eigene Erfahrung die Treffsicherheit bei intuitiven Entscheidungen. Der ein oder andere mag jetzt denken: “Wo bleibt da das Gefühl?” Nun, so ein Experte, richtige Entscheidungen im Leben sind immer verbunden mit positiven Gefühlen. Dies hilft in zukünftigen Situationen. Denn Entscheidungen ähneln sich meist in irgendeiner Art und Weise. Hat man dann ein schlechtes Bauchgefühl, so ist die verwandte und vergangene Entscheidung wohl nicht so gut gewesen. Hört man also auf seine Intuition und bekommt ein positives Gefühl zurück gemeldet, so sollte man dieser vertrauen. Dies kann man fast überall einsetzen: Beim Einkaufen… oder auch bei “Wer wird Millionär?”. Bei Beidem ’sucht’ das Gehirn automatisch als Reaktion auf einen Reiz verwandte und verknüpfte Informationen. Ein bestimmtes Wissen sollte man also schon mitbringen, sonst klappt es nicht mit der Intuition. So heißt es in den USA, dass eine Frau nach acht Partnerschaften genug über Männer in Erfahrung gebracht hat um zukünftig bei der Partnerwahl intuitiv handeln zu können. Intuition ist also ein ressourcensparender Weg zu recht brauchbaren Entscheidungen. Natürlich kann man auch mit der Intuition mal falsch liegen. So sollte man nicht in Bereichen intuitiv handeln, für die nur wenig oder gar keine Erfahrungen vorliegen (so bringt es der eben genannten Frau nichts, wenn sie ihre geschärfte Intuition auf Männer in Japan anwendet).
Wissen ist dann aber auch nicht immer hilfreich. So tendieren besonders analytische Menschen dazu, aufwändig die verfügbaren Informationen gegeneinander abzuwägen, anstatt einfach auf ihre Intuition zu hören. Man verrennt sich in Details oder macht sich unnötig Aufwand. Aber auch hier haben die Experten eine Antwort: Alles einfach mal sacken lassen, ein paar Stunden entspannen und dann auf das Gefühl hören.

Und nun zum Titel dieses Postings: Man kann bei “Wer wird Millionär?” (zumindest in der us-amerikanischen Version) mit nur 50% Wissen (bei den Fragen) und mit Hilfe einer ordentlichen Portion Intuition durchaus eine Million gewinnen. Morgen bewerbe ich mich.
Wie man Millionär wird oder anderweitig seine Intuition besser nutzen kann, kann in dem aktuellen Buch “Intuition” von Gerald Traufetter nachgelesen werden.

die Experten
Die Experten waren: Gerald Traufetter, Markus Ullsprenger und Markus Raab

11. Oktober 2007 um 14:50 Uhr von Anja

Diverse Erkenntnisse vom Wissenstest

Beim Focus-Stand haben Sie auch die Möglichkeit einen Wissenstest zu machen. Was Sie machen müssen? An den bereitgestellten Computern fünf Fragen aus 50 möglichen Fragen beantworten. Fertig. Ich habe natürlich auch mitgemacht. Note: 3, befriedigend. Die zwei Buchmesse-Besucher Christian Köhnlein und Christopher Sabn waren sehr sicher, alle Fragen richtig beantworten zu können. Ihre Erwartungen haben sich fast erfüllt. Nur eine Frage haben sie falsch beantwortet. Note: 2

Meine Erkenntnis: Da es sich um Schulfragen aus den Klassenstufen 1 bis 11 handelte, habe ich herausgefunden: Umso älter die Leute werden, umso schlechter schneiden sie ab. Meine persönliche Begründung: Im Alter spezialisiert man sich auf bestimmte Sachen und hat von den “leichten” Fragen wahrscheinlich keine Ahnung mehr. Ich zumindest werde mich nochmal etwas im Allgemeinwissen schulen. Auf geht´s.

11. Oktober 2007 um 14:48 Uhr von Janni

ADAC Reisemonitor - wohin die Deutschen reisen

Der ADAC-Verlag ist die vergangenen Monate über zwar meist in ganz anderem Zusammenhang im Gespräch gewesen, ich möchte jedoch versuchen, in aller Kürze eine am Morgen besuchte Veranstaltung des Verlages zusammenzufassen, die wiederum aus einer Zusammenfassung einer etwas speziellen, aber nicht uninteressanten Studie über das Reiseverhalten der Deutschen bestand, genauer gesagt: der über 16 Mio. ADAC-Mitglieder.

In aller Messenfrühe präsentierte Christian Krause die einzige kostenlos erhältliche Studie von dreien dieser Art, in der Trends auf dem Touristikmarkt so zusammengefasst werden, dass der geneigte Reiseverleger wie -buchhändler schnelle Schlüsse ziehen kann.

Also:

- die meisten Deutschen fahren überhaupt in den Urlaub (72%), und zwar öfter, aber kürzer (früher, vor etwa zehn Jahren, so ziemlich ein Mal im Jahr und dann länger als drei Wochen, 2006 im Durchschnitt 3,5 Mal und eher so maximal zwei Wochen

- der klassische Badeurlaub, komplett gebucht stirbt zwar nicht aus, wird aber seltener: immer mehr Menschen urlauben mit Wellness, Events, sportlicher Betätigung und in Städte

- das natürlich immer selbständiger: selbst organisiert, weiterhin zu 50% mit dem Auto* und zu 44,3% mit einem größeren Budget als im Vorjahr (dieser steigende Trend offenbar ein weiteres Symptom des deutschen Aufschwungs); außerdem beziehen die Urlauber ihre Informationen vor und während der Reise zunehmend aus dem Internet (der klassische, hinter “Veranstalterkataloge” und “Freunde” auf Rang vier rangierende Reiseführer wird nur von 58% der Reisenden genutzt - eine Zahl, die Herr Krause jedoch als relativ hoch einschätzte)

- außerdem schrecken 16,8% der Urlauber nicht vor Fernreisen zurück (Destinationen außerhalb Europas also…)

Ah, und eins noch zum Schluss und für wen es sich noch nicht rumgesprochen hat: das beliebteste Urlaubsland der Deutschen ist mit 27% … ja, fein geraten: natürlich Deutschland.

*(bitte immer noch beachten, dass es sich um eine Umfrage unter ADAC-Mitgliedern handelt…)

11. Oktober 2007 um 14:40 Uhr von Anja

Walter Sittler - Schauspieler, Autor und Bildungsexperte

Walter SittlerZu Gast auf der Buchmesse auch Schauspieler Walter Sittler, besser bekannt als Dr. Schmidt aus der Krankenhausserie “Nikola” oder “Girlfriends”. Beim Focus-Stand stellte er sich den Fragen von Chefredakteurin Focus-Schule Gaby Miketta rund um das Thema Bidung. Walter Sittler, der das jüngste von acht Kindern ist, hält von dem momentanen Schulsystem nicht viel. “Die Lehrer sollten den Schüler nicht nur trockenen Stoff lehren, sondern auch menschliche und kreative Werte vermitteln. Wir hatten damals noch viel mehr sportliche, musikalische und theatralische Aktivitäten. Man sollte viel mehr auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Sie nicht drängen etwas bestimmtes zu lernen sondern ihnen Zeit geben ihr Wissen zu bereichern.”, erklärt er. Walter Sittler spricht aus Erfahrung: Er wollte eigentlich Arzt werden, bis er merke, dass es nicht das ist, was er eigentlich will. Er wollte möglichst viele seiner eigenen Erwartungen erfüllen. Doch er hat eingesehen, dass ein glückliches und erfülltes Berufsleben mehr wert ist und ist nun als Schauspieler sehr erfolgreich. Dennoch waren seine Lieblingsfaächer früher tatsächlich Mathematik (!) und Deutsch. Interessante Einblicke in sein Leben und einen kurzen Exkurs zu seinem neuen Kinderbuch “Malin” gab es natürlich auch. Um 17 Uhr wird er heute auch aus seinem Buch “Malin” vorlesen. Wo? In der Halle 3.0 K385

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