Bücher digitalisieren- ja oder nein?
Die Frage “Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung von Büchern auf die Buchbranche?” wurde von allen beteiligten Seiten am Focus-Stand in Halle 3.1 rege diskutiert.
Anfangs wurde die Frage aufgegriffen, ob die Digitalisierung von Büchern ein Fluch oder ein Segen sei. Verleger Christoph Link meint zwar das die Digitalisierung auch Vorteile besitzt wie besseres Recherchieren, dennoch ist er besorgt, dass gesamte Inhalte über Tauschbörsen weltweit kostenlos verteilt werden. Claudia Lux, Generaldirektorin der Zentral- und Landesbiblothek Berlin, deutet an, dass Link wenn er die Digitalisierung verneint, auch Wissen für die Nutzer versperren würde. Daraufhin antwortete Link: “Wir versperren kein Wissen. Nur sollte man sich überlegen zu welchen Konditionen man Inhalte bereit stellt”. Ronald Schild, der unter anderem den Volltext-Finder Libreka vertritt, meint Libreka erfüllt die Bedinungen von den Verlegern, die gestellt werden: “Libreka bietet Inhalte im Internet für geringe Preise an.” Damit hat jeder, sogar der Autor, etwas von der Digitalisierung der Bücher.
Dann kommt die Google-Bibliothek ins Gespräch. Jens Redmer, Director von Google Booksearch, erklärt zuerst das Google die Funktion für die User immer nur erhöhen will und die Qualität der Suchergenbisse. “Wir digitalisieren Bücher nur auszugsweise und verweisen dann auf die jeweiligen Bücher. Das sehen wir als freien Werbevorgang an. Schließlich haben Ergebnisse gezeigt, dass 15 Prozent unserer Klicks zu Käufern werden”, behauptet Redmer. Weiterhin behauptet er, dass nur rechtefreie Werke digitalisiert werden. Verleger Link dementiert: “Zu Beginn haben sie Rechte verletzt.” Woraufhin wieder Redmer widersprach.
Interessant war auch noch die Frage, ob man nicht auch Rechte für die Digiatlisierung schaffen könnte wie für Bibliotheken, bei denen man auch Bücher kostenlos ausleihen kann. Ronald Schild schildert, dass Libreka im nächsten Jahr vorhat, eine Online-Ausleihe anzubieten. Claudia Lux erklärt, dass selbst Bibliotheken die Bücher digitalisieren: Entweder um deren Bestand zu erhalten oder um verwaiste Werke wieder zu beleben.
Am Ende stellte sich aber auch die grundlegende Frage ob Bücher überhaupt von den Nutzern digital gelesen werden wollen. Christoph Link liest tatsächlich lieber ein richtiges Buch, erkennt aber auch die zusätzlichen Möglichkeiten der Digitalisierung. Ronald Schild meint, dass heute bereits 50 Prozent der Sachliteratur am Rechner gelesen wird. Es ist alles nur eine Frage der Endgeräte.
Ich persönlich halte Bücher auch lieber in der Hand statt sie am Rechner zu lesen. Aber zunehmend lese ich besonders Sachbücher oder Artikel auch online oder am Rechner. Ich finde sowohl Libreka als auch die Google-Bibliothek nicht schlecht, da man in diesen Portalen sehr gut recherchieren kann. Und es sind wirklich nur einige Seiten freigegeben und sichtbar für User, ob die Rechte dabei eingehalten wurden, erkenne ich natürlich nicht. Also ich hätte nichts gegen die Digitalisiserung von Büchern, Auszüge würden mir auch schon reichen. Denn es sollte für mich immer noch Bücher geben, die ich in der Hand halten kann und wo ich rumkrackeln kann. Die Auszüge würden dann mein Kaufverhalten anregen.
Wie ist ihre Meinung zu der Diskussion? Sind sie für oder gegen die Digitalisierung? Was denken sie sind Auswirkungen von digitalen Büchern? Ich würde mich über viele Kommentare freuen.





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