13. Oktober 2007

13. Oktober 2007 um 22:13 Uhr von Fabian

Einmal durch Halle 5.x (Internationale Verlage)

… und wieder gibt es Gewinner!

Stand von RumänienIn Halle 5.0 hat mir der Stand von Rumänien (”Romania - Ministry of Culture and Religious Affairs”; zum Vergrößern anklicken) am Besten gefallen. Die großformatigen, gewölbten Bilder, die der Stand an Stelle von Wänden hat, sind wirklich schön anzusehen. Man hat (mit etwas Phantasie) das Gefühl wirklich in der abgebildeten Landschaft zu stehen.

Stand Katalanische Kultur

In Halle 5.1 ist mein Spitzenreiter der Stand des Gastlandes Stand Katalanische Kultur“Katalanische Kultur” (der sich allerdings nur schlecht fotografieren lässt); aber auch der von Mondadori“Mondadori” (schöne Mischung aus Glas und Licht) und der runde Stand von White Star“White Star” haben mir gut ge- fallen.

13. Oktober 2007 um 21:19 Uhr von Christine

Spirituelle Buchmesse

In Halle 3.1, Stand 122 konnte man sich heute die Tarot-Karten legen lassen. Alle 15 Minuten saßen je zwei Kartenlegerinnen bereit, Fragen mit Hilfe der Karten zu beantworten. Die Termine waren heiß begehrt, ich konnte aber dennoch einen ergattern. Und wenn man dem Ganzen trauen kann, dann hab ich jetzt das kosmische Okay für mein Diplomthema. ;)

13. Oktober 2007 um 21:08 Uhr von Christine

Eine Liebe ohne Happy End

verbotene frauIn einer Zeit als SMS, E-Mail und Skype noch nicht zum Alltag gehörten. Als Gefühle noch auf Papier viele tausend Kilometer über den Erdball geschickt wurden, als Liebe auf Distanz noch einiges mehr von den Liebenden abverlangte, traf die damals 23-jährige Verena auf Khalid. Zuerst sind sie Schüler im gleichen Englisch-Kurs, den beide in England besuchen. Als jedoch Liebe daraus wird, ist beiden klar, dass dies keine leichte Beziehung wird. Khalid kommt aus Dubai und lebt nach den Regeln des Islam, Verena aus der Schweiz. Und als sich ihre Wege am englischen Flughafen trennen und beide zurück in ihre Heimat kehren, weiß Verena noch lange nicht, dass Khalid Scheich von Dubai ist…

Als Verena Wermuth aus ihrem Buch “Die verbotene Frau” vorliest, merkt man ihr an, dass dies ein autobiographischer Roman ist. Das die Gefühle echt sind und das es ihr nicht leicht fiel ihren früheren Mann nach so vielen Jahren zu “verraten”. Doch irgendwann ist es an der Zeit über eine Liebe zu sprechen, über die so lange geschwiegen wurde.

Ich habe mir das Buch direkt gekauft und die ersten 50 Seiten auf der Heimfahrt verschlungen. Meine Meinung: Unbedingt lesen, man will es gar nicht mehr aus der Hand legen!

13. Oktober 2007 um 19:53 Uhr von Anja

Rückblick auf die Katalonien-Ralley

Ich bin 11:27 Uhr am Info-Point vom Comiczentrum angekommen, nachdem ich mich ellenlang durch die Besuchermassen durchgearbeitet habe. Ich traf auf Elia Merguet. Der 12-Jährige hat sich gerade für die Katalonienralley angemeldet. Ich darf mich ihm anschließen und mit ihm bei der Ralley begleiten.

11:30 Uhr, Halle 3.1, Stand J 807: Es geht los. Die erste Frage auf dem Fragenkatalog lautet: Wie lautet der Name des katalanischen “Torpedo”-Zeichners? Wir kriegen den Tipp hinter uns an die Wände zu schauen, denn dort soll angeblich die Antwort stehen. Es dauert nicht lange bis wir die Antwort gefunden. Elia ist nun schon zum dritten Mal auf der Frankfurter Buchmesse und hat vergangenes Jahr auch schon an der Ralley teilgenommen. “Solche Ralleys machen total Spaß!”, erklärt Elia. Dann die zweite Frage: “Aber moment dann müssen wir ja gleich soweit laufen.” Unsere Strategie für den heutigen Tag: Fragen durcheinander beantworten und die Hallen zuerst abklappern, die am nächsten liegen.

11:45 Uhr, Halle 3.1, Stand C160 : Wir haben Halle 3.1 erreicht. Nun beantwortetn wir zuerst statt Frage 2 die Frage 5: Welche Zutaten sind in dem Gericht “Pa amb Tomáquet” enthalten? Wir suchen das Buch “Katalanisch Kochen” und finden die Lösungen heraus. Dann geht es weiter. Wir müssen uns durch die Menschenmassen drängen. Keine Ahnung wie lange diese Ralley dauern wird.

11:50 Uhr, immer noch Halle 3.1, irgendwo: Wir kämpfen uns immer noch durch die Menschenmassen. Ich wurde noch nie soviel angerempelt. Elia hat immer noch Spaß bei der Sache.

11:53 Uhr, immer noch Halle 3.1., Stand B 163: Wir haben den nächsten wichtigen Stand erreicht. Die Frage wo das Kolumbus-Denkmal steht können wir nachdem wir wieder in irgendeinem Buch nachgeschlagen leicht beantworten. Weiter gehts.

12.00 Uhr, Agora: Wir wollen jetzt zum Forum. Ich schlage Elia die Abkürzung über die Agora vor. Er nimmt dankend den Vorschlag an. Also hetzen wir über die Agora. das Laufen fällt uns hier leichter als in den Hallen. Wir kommen auch wesentlich schneller voran.

12:07 Uhr, Forum 1: Wir haben die nächste Antwort herausgefunden. Die Lösung der Frage “Wie lautet der Name des Erfinders des Ehrengastlogos?” stand ganz offensichtlich auf einem Prospekt. Weiter gehts.

12:20 Uhr, Halle 5.1: Wir sind endlcih in Halle 5.1 angekomen, diese Halle ist mit Abstand die leerste. Wir kommen recht schnell zu unserem Stand wo die Lösung auf die letzte Frage “Wie lautet der katalanische Name des Katalanischen Verlegerverbandes?” recht gut zu erkennen ist. Jetzt nur noch mal zurück zum Comiczentrum und das Teilnahmeformular einwerfen.

12:50 Uhr, Halle 3.0: Wir kämpfen uns seit Minuten durch die Menschenmassen. Mal wieder.

12: 58 Uhr, Halle 3.0: Wir haben das Comiczentrum endlich erreicht. Werfen unsere Formular in eine Kiste mit Schlitz ein. Geschafft! Jetzt heißt es warten bis zur Auslosung der Gewinner. Elia und ich wollen uns trennen und uns wieder um 15:30 Uhr am Comiczentrum treffen.

15:25 Uhr: Wir treffen uns tatsächlich nochmal. Elia erzählt mir, was er sonst bisher erlebt hat und dann heißt es warten, denn die Auslosung wurde auf 16 Uhr verschoben.

16 Uhr: Es soll losgehen. Aber leider zu früh gefreut, Erst 10 Minuten später tritt der moderator auf die Bühne und verkündet die 12 Gewinner. Zu unserer Freude sind wir auch mit unter den Siegern. Elia und ich freuen uns fürchterlich, obwohl wir beide nicht den Hauptpreis, eine Reise nach Barcelona, gewonnen haben. Wir haben stattdessen jeder 3 Comicbücher gewonnen mit Tasche.

17:15 Uhr: Wir können die Comicbücher von ihren Zeichner noch signieren lassen. Wir stellen uns sofort in die Reihe: “Das wollen wir uns doch nicht entgehen lassen, meint Elia. Es dauert tatsächlich fast eine geschlagende Stunde bis wir unsere jeweils drei Comicücher signiert bekommen haben.

Später: Wir berichten beide unseren Freunden von dem Gewinn. Elia will nächste Buchmesse wieder kommen und wieder an der Ralley teilnehmen. Vielleicht gewinnt er ja irgendwann den Hauptgewinn.

So liebe User, hättet ihr die Fragen zu der Katalonien-Ralley auch beantworten können? (Ich habe deshalb extra nicht die Lösungen verraten, die ich aber noch zu einem späteren Zeitpunkt in einem Kommentar auflöse.) Ich freue mich über eure Antworten in den Kommentaren.

13. Oktober 2007 um 18:36 Uhr von Jan

Schnappschüsse

Julia Franck
Julia Franck

Hans Leyendecker
Hans Leyendecker

Günter Grass
Günter Grass

13. Oktober 2007 um 17:04 Uhr von Jan

Die Kunst des Dolmetschens

Ich habe wirklich Respekt vor Dolmetschern. Es ist total faszinierend, wie sie auf der Buchmesse im katalanischen Forum in ihren kleinen Kabinen sitzen. Wie sie dort gestikulierend um Worte ringen, stocken … und irritiert nach dem richtigen Wort suchen, wenn ein katalanischer Schriftsteller mal wieder eine krumme Ankedoten erzählt.

Interessant ist es auch immer, beim Funkempfänger zwischen den verschiedenen Dolmetschern zu wechseln, um sich anzuhören, wie verschieden die Tempi, Sprachfarben und Redearten sind. Wirklich beeindruckt war ich von einer Übersetzerin, die so elegant dolmetschen konnte, dass man gar nicht hörte, dass es nicht ihre Gedanken sind, die sie ausspricht - und obendrein hatte sie eine wundervolle sanfte Stimme.

13. Oktober 2007 um 16:58 Uhr von Janni

BuchMarkt kürt die Buchhandlungen des Jahres 2007…

… und ich darf mittendrin sein. Aber zunächst und als fast erstes: Mein herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger. In den Kategorien Unabhängige Buchhandlung, Großbuchhandlung, Newcomer, Spezialbuchhandlung und Fachbuchhandlung verleiht die Branchenzeitschrift BuchMarkt die Auszeichnung mittlerweile im fünften Jahr.

Oh, ist das schön, dass das Sortiment auf der Buchmesse auch gefeiert wird! Hand in Hand mit den Verlagen, die als Belohnung Besuchsreisen spendieren, z.B. UTB, Berlin Verlag, S. Fischer, Diogenes,…

Preisgruppenfoto

Und wie fühlt sich das an, wenn man für die eigenen Chefs so einen Preis entgegennehmen darf?
Schön natürlich! Ich werde “allen” vorgestellt, bekomme Sekt und bin froh, nichts sagen zu müssen, da mit Reibeisenstimme geschlagen. Viele Glückwünsche werden getauscht (s.o.) und ich wünschte, meine Chefinnen könnten die Laudatio hören und die begeisterten Worte Elisabeth Ruges.
Ich werd´s Ihnen erzählen, I´ll do my very best.

13. Oktober 2007 um 16:25 Uhr von Jan

Brückner, der Schleifsteinfreund

Christian Brückner

Ich glaube, Christian Brückner isst jeden Morgen drei Schleifsteine. Brückner, ihr wisst schon, dass ist unter anderem die Synchronstimme von Robert de Niro. Die Person Brückner steht de Niro allerdings, was die Ausstrahlung betrifft, in nichts nach. Er ist so ein bisschen der Typ Sean Connery in derbe. Und ganz davon abgesehen, glaube ich, Brückner kann auch ohne Mikrofon so laut sprechen wie mit.

Auf dem Interviewtisch stehen mehrere Hörbücher von Brückner. Unter anderem die Vertonung von Walter Benjamins „Das Kunstwerk in Zeiten seiner technischen Reproduzierbarkeit“. Ein krasses Werk. Lese es auch gerade zu Hause. Benjamin (deutscher Philosoph und Gesellschaftstheoretiker, 1940 Selbstmord an französisch-spanischer Grenze wegen bevorstehender Auslieferung an die Nazis) schreibt in seinem Werk darüber, dass ein Kunstwerk seine Aura verliere, wenn es vervielfältigt würde. Die Interviewerin fragt jetzt Brückner, ob er nicht genau dazu beitrage - im Detail, ob er nicht seine Aura einem Kunstwerks sprich Buch, das er einliest, aufdrängt. Doch da wollte Brückner gar nicht widersprechen. “Das lässt sich gar nicht vermeiden.”

13. Oktober 2007 um 16:00 Uhr von Katja

Kriegsberichterstatterin, Buchautorin, Studiengangsleiterin ….

…. Spiegelredakteurin, Philosophin, von der taz gar als “Historikerin im archaischen Sinne” betitelt…. Frau Dr. Carolin Emcke (39/40?) hat sicherlich ganz viele, ganz wichtige, ganz berichterstattenswerte Kategorisierungs- merkmale. Was mich jedoch, und das nahhaltig, begeistert hat als Sie gestern im Gespräch mit Zeit-Kollege Christoph Amend über ihr Essey “Stumme Gewalt” und dessen Entstehungsgeschichte berichtete war ganz etwas anderes und auch “nur” Menschliches: Carolin Emcke hat 18 Jahre vergehen lassen nach der Ermordung Ihres Patenonkels Alfred Herrhausen und redet jetzt - über “Stumme Gewalt” - und das mit einer Sprache die in der Lage ist, wiederum die selbige mir zu verschlagen. Und nicht etwa erwartungsgemäß diffus weil philosophisch promoviert sondern verständig, bewegend, authentisch - ich habe mich wahnsinnig über den schönen Zufall gefreut, der mich im richtigen Moment am Stand der ZEIT vorbeigeführt hat und ich den Erzählungen dieser tollen Schreiberin folgen durfte - gefühlsmäßig nämlich hat in den 18 Jahren die seit dem RAF-Attentat auf den damaligen Deutsche Bank Chef Herrhausen vergangen sind Carolin Emcke durch all Ihre (Lehr-)Tätigkeiten und Veröffentlichungen innere Arbeitsprozesse erlebt, die eben nicht mehr erfordern, nur eine Opferrolle zu beschreiben und ein Leiden zu thematisieren, sondern in wahnsinnig reflektierten Gedanken tatsächlich eine Perspektive zu zeigen und zu fordern.

Wie diese Forderung aussieht entnehme man dem oben verlinkten Artikel und ihrem im Frühjahr bei S.Fischer erscheinenden Buch.

Vielen Dank dafür schon jetzt, liebe Carolin Emcke

13. Oktober 2007 um 15:58 Uhr von Anne

Katalanischer Besuch

dscn3018.JPGUnsere Podcaster empfangen jeden Tag im Web 2.0 Wohnzimmer furchtbar berühmte Leute. Heute Mittag zum Beispiel saß der katalanische Autor Jaume Cabré auf einem der Sofas, zusammen mit seiner Übersetzerin, und hat über das Schreiben im Allgemeinen und seinen Roman “Die Stimmen des Flusses” im Besonderen gesprochen. Und darüber, dass er einen sehr hohen Anspruch an sich selbst hat. Er meinte, er versuche so zu schreiben, wie Musik von Schubert klingt. Kein Wunder also, dass er mehrere Jahre an seinem Roman gearbeitet hat, bis er den seiner Meinung nach perfekten “Klang” für sein Buch hinbekommen hat. Wer das ganze Interview hören möchte, es wird heute Nachmittag um 16.30 Uhr im Buchmesse-Podcast online gestellt. Der nächste Gast im Web 2.0 Wohnzimmer ist Nikolai Kinski, heute um 16.15 Uhr. Also nix wie hin: Halle 4.2 Q 411. 

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