Keine Schlangen vor den Toiletten und kein rauschendes Stimmengewirr mehr: Bei uns in Halle 6.2, wo die beiden großen Arbeitszentren der Buchmesse verortet sind (das Literary Agents & Scouts Centre (LitAg) und das Presse-Zentrum) merkt man schon recht deutlich, dass die Buchmesse allmählich ihrem Ende zugeht. Allgemeine Besucher verirren sich nur sehr selten zu uns in die Halle, denn schließlich gibt es hier für sie auch nichts zu gucken. Vom allgemeinen Besucheransturm, der uns gestern sogar Rekordzahlen beschert hat, bekommen wir also kaum etwas mit.
Die Agenten und Scouts haben ihre Deals getätigt und am letzten Messetag meist keine Verwendung mehr für die Tische, die sie im LitAg angemietet hatten. So ist es hier fast so leer, wie es am Montag vor Beginn der Messe noch war.
Auch viele Journalisten sind bereits abgereist: Nur noch wenige besetzen die Arbeitsplätze und schreiben eifrig an ihren Artikeln:
Die Fotowand, die wir hier für die offiziellen Fototermine aufgestellt hatten, wird ebenfalls schon abgebaut. Das übernehmen meine Kollegen Frank (links im Bild) und Norbert:
Auch wir in unseren Büros müssen demnächst schon langsam damit anfangen, unsere Sachen zusammenzusuchen und wieder in die Kartons zu packen. Morgen beginnt dann der Rückumzug vom Messegelände in unsere Büros in der Innenstadt.
Und mein Fazit von dieser Messe? Trotz Stress habe ich in diesem Jahr doch ein wenig Zeit gefunden, durch einige der Hallen zu schlendern und Kurioses zu entdecken. Und ich hatte abends manchmal sogar Zeit und Energie, mal auf eine Party zu gehen (ich sage nur “Exhibitors Night“).
Am meisten freue ich mich jetzt darauf, endlich mal wieder ausschlafen zu können (chronischer Schlafmangel lässt sich während der Messe einfach nicht vermeiden) und das Tageslicht zu sehen. Denn Tageslicht ist in unserer Halle leider Mangelware.
Anstrengend wars. Stressig wars. Lustig wars. Schön wars.
Tschüss und bis zum nächsten Jahr!



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21. Oktober 2008
00:09 Uhr
Wahnsinn, Anne.
Dass das LitAg so beeindruckend ist – ich hätte keinen Schimmer von der Wucht dieses ziemlich groß geratenen Hinterzimmers… danke für diese Einblicke!
Allerberlinbestes Janni-die-Leserin