12. Oktober 2009 um 11:36 Uhr von Susanne

Susanne Broos

Susanne Broos

Susanne Broos

Gebürtige Frankfurterin, vor fünf Jahren angelandet in ihrer Traumstadt Hamburg. Ein Studium der Betriebswirtschaft bereitete sie auf ihr Freiberuflerinnen-Dasein vor, ein Volontariat bei “Buchreport” gab ihre Richtung als Fachjournalistin vor.

Bis heute schlägt ihr Herz ganz besonders für die  Buchbranche, der sie seit vielen Jahren als Journalistin, Redakteurin, Autorin und Herausgeberin verbunden ist.

Für den Newsletter der Frankfurter Buchmesse schreibt sie seit Mitte der 90-er Jahre, und jetzt erstmals fürs Buchmesse-Blog.

18. Oktober 2009 um 16:23 Uhr von Susanne

Hasta la próxima feria del libro

Das war’s. Eben habe meinen letzten Blogbeitrag hochladen und damit mein Debüt als Bloggerin beendet.

Aber da nach der Buchmesse ja bekanntlich vor der Buchmesse ist, lesen wir uns vielleicht im kommenden Jahr wieder. Dann wird Argentinien Ehrengast sein - ein Ansporn für mich, bis dahin eifrig weiter Spanisch zu lernen.

In diesem Sinne, hasta la próxima feria del libro de Frankfurt!

18. Oktober 2009 um 16:11 Uhr von Susanne

Von der Meinungsfreiheit und der Kraft des Volkes

Mo Li setzt sich für Meinungsfreiheit ein

Wie erwartet war es knüppelvoll im Forum Dialog, als es um die Tibet-Frage ging. “Tibet abgebloggt – Chinas Angst vor der Meinungsfreiheit” war der Titel der Veranstaltung, zu der die Tibet Initiative Deutschland eingeladen hatte.

Sie entpuppte sich als eine Diskussion, in der mit klaren Worten sehr differenziert mit dem Thema umgegangen wurde.

Die chinesische Schriftstellerin Mo Li, die wie ihr Kollege Fu Zhengming im Exil lebt, erzählte, dass sie in Internet ihre (ehemaligen) Landsleute über im Land zensierte Themen wie Dalai Lama und Tibet aufkläre. “Das ist mein Beitrag”.

Dalai Lama und Tibet stehen ganz oben auf der Liste der unliebsamen Worte, nach denen täglich mehrere zehntausend chinesische Zensoren u.a. Beiträge der chinesischen Bloggergemeinde (wie es heißt, inzwischen die Größte der Welt) absuchen. Auch Zhengming habe erst im Exil gemerkt, mit welchen Lüge (etwa über den Dalai Lama) er aufgewachsen ist.

Aber es wurde auch konstatiert, dass man als Chinese mittlerweile immer einen Weg finden würde, dass zu lesen, was man lesen möchte. Dr. Erich Follath, Diplomatischer Korrepondent des “Spiegel, hat beobachtet, dass viele Intellektuelle in China nicht mehr länger der offiziellen Parteilinie hinsichtlich dem Umgang mit Minderheit folgen. “Tibetischer Buddhismus ist fast eine Modeerscheinung bei chinesischen Intellektuellen geworden”.

Der Journalist analysierte sehr nüchtern die Logiken und Rücksichtnahmen auf der politischen Weltbühne in Bezug auf China und Chinas repressive Haltung gegenüber Minderheiten. Ebenfalls spannende Einblicke in die politische Welt kamen von Dr. Helga Trüpel, die Mitglied im Europäischen Parlament ist. Sie betonte, dass die eigene Werte hochzuhalten (auch) die Bereitschaft zu Konflikten bedeute. “Die muss man austragen”.

Kelsang Gyaltsen, Sondergesandter des Dalai Lama, der die tibetische Exilregierung im Ausland vertritt bestätigte, dass die Haltung der Großmächte sehr wichtig sei, wenn es um die Lösung der so genannten Tibetfrage gehe. Aber, so sein Plädoyer, das Volk können ebenfalls etwas bewirken. “Die Ereignisse vor 20 Jahren in Europa haben gezeigt, dass einfache Bürger die Kraft haben, Veränderungen zu bewirken”.

In Tibet ist es bereits die dritte Generation, die sich gegen die chinesische Unterdrückung erhebt. Es ist dem tibetischen Volk zu wünschen, dass nicht noch eine vierte und fünfte Generation kämpfen muss, bevor wenigsten eine real ausgeformte Autonomie Wirklichkeit werden kann. Denn um die Unabhängigkeit des Landes geht es wohl schon längst nicht mehr - auch das zeigte die gelungene Veranstaltung.

18. Oktober 2009 um 14:56 Uhr von Susanne

Impressionen aus dem China-Zelt

Ein Gang durch die Ausstellung des Ehrengastes auf der Agora gehört jedes Jahr zu meinem Messebesuch.

 

Heute machten sich gerade die Akteure der nächsten “Peking-Oper-Schau” für ihren Auftritt draußen auf der Bühne fertig. 

Ein Kalligraph begann sein nächstes Bild mit einem kräftigen Strich

  

und freundliche Chinesinnen warteten zusammen mit ihren Verkaufspuppen auf den nächsten Besucheransturm.

18. Oktober 2009 um 14:48 Uhr von Susanne

Fußball(spielen) fördert Lesen

Lesen lernen kann man auf vielfältige Weise. Matthias Eiles etwa, der heute beim DFB arbeitet und sich parallel seit Jahren  dem Fußballprojekt “Auf Ballhöhe” widmet, hat Lesen und Geografie (vor allem) über Fußball-Magazine gelernt, die er freiwillig verschlang.

Dass Lernen Spaß machen kann und nicht zwangsläufig mit sturem Pauken zu tun hat, zeigt auch das LitCam-Projekt “Fußball trifft Kultur”, das inzwischen an Schulen in Frankfurt, Hamburg und Berlin läuft und den heutigen Fußball-Vormittag in Halle 4 organisierte.

Im Rahmen des Projektes erhalten Kinder aus verschiedenen Jahrgangsstufen zweimal pro Woche zusätzlichen Förderunterricht und professionelles Fußballtraining. Ziel ist, das soziale und kommunikative Verhalten der Kinder zu fördern und ihre Kenntnisse der deutschen Sprache zu verbessern.

Kinder zum Lesen animieren könnte zudem das Fußballbuch “Auf Fallhöhe”, das Eiles zusammen mit Tim Thilo Fellmer geschrieben hat und das Uschi Heusel illustrierte. Geschmack auf das Buch, in dem Felix von einer Fußballreise nach Südafrika erzählt, machte eine kurze Lesung zum Auftakt der dreistündigen “Fußball trifft Kultur”-Session.

Mit von der Partie war auch ein leicht übermüdeter (weil junger Vater) “Mr. Ruhrgebietsfußball”, der im bürgetrlichen Leben Ben Redelings heißt, und sein neues Programm mit dem schönen Titel “Dem Fußball ein Zuhause” vorstellte. Außerdem ging es um “100 Jahre Borussia Dortmund” - die heute am späten Nachmittag zuhause ein Ruhrgebietsderby gegen den VfL Bochum zu bestreiten haben.

Kurzfilme zum Thema rundeten das Programm ab. In der niederländische Produktion „Yamila“ ging es um ein muslimischen Mädchen, das sein Talent für den Fußball entdeckt. Ein toller Film über Mädels und Fußball ist übrigens, für alle, die ihn noch  nicht kennen sollten) “Kick it like Beckham”.

Nach dem Abpfiff steht fest: Der Fußballvormittag war eine runde Sache.

18. Oktober 2009 um 13:35 Uhr von Susanne

Claudio Magris mit Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt

Am Stand des Magris-Verlags Hanser in Halle 3

Der italienische Schriftsteller Claudio Magris ist heute mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand vor rund 1.000 geladenen Gästen in der Frankfurter Paulskirche statt, die Laudatio hielt der Historiker Karl Schlögel, der Magris als den Entdecker des „anderen Europa“ ins Zentrum seiner Rede stellte.

In seiner Dankesrede sprach Claudio Magris über die verborgenen Gesichter des Krieges. „Eine Grenze, die nicht als Durchgang, sondern als Mauer, als Bollwerk gegen die Barbaren, erlebt wird, bildet ein latentes Kriegspotenzial“, sagte Magris.

Während es in seiner Jugend die Grenze eine Mauer gewesen sei, um den Osten, das andere Europa, auszuschließen, so seien es heute andere Grenzen, die den Frieden bedrohen.

„Frieden versteht sich nicht von selbst. Er ist weder ein Geschenk der Natur, noch bloße Utopie“, sagte Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, in seiner Begrüßung. „Wo er anzutreffen ist, entsteht er durch uns selbst als ein Resultat unserer Kultur.“ Wenn es ein Medium gebe, das für eine gelingende Kultur der Kulturenbegegnung maßgeblich sei, dann sei es die Sprache und die Literatur.

„Nichts ist so wichtig auf dem Weg zum Frieden wie die Kunst, Kulturen füreinander zum Sprechen zu bringen – so temporär und zerbrechlich ein Anfang auch immer sein mag“, so Honnefelder. Claudio Magris, der diesjährige Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, sei als engagierter Dolmetscher und sprachmächtiger Interpret der Kulturen ein Mensch, der diese Kunst wahrhaft beherrsche.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergibt seit 1950 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse den mit 25.000 Euro dotierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Mehr zur Preisverleihung gibt es auf dem Portal des Börsenvereins.

18. Oktober 2009 um 10:16 Uhr von Susanne

Cosplay-Alarm

Cosplayerin in Positur gestellt

Cosplayerin in Positur gestellt

Sie verstopfen Gänge und Rolltreppen, knäulen sich in den Damentoiletten vor dem Spiegel (vermulich auch in denen für Männer, aber das kann ich nicht verifizieren).

Sie kreischen (zum Glück nicht die ganz Zeit) und fallen auf.

Auch in diesem Jahr herrscht wieder Cosplay-Alarm auf der Frankfurter Buchmesse und ich habe mich immer noch nicht an die verkleideten Youngsters gewöhnt.

Hinschauen muss man jedoch schon. Zumal sie sich gerne fotografieren lassen. Gestern abend posierte eine der Cosplayerinnen lasziv vor vor einer Plakatwand, und auch unser Fotograf konnte an einer auffälligen Dame nicht vorbei gehen: “Die musste ich einfach fotografieren”.

Heute nachmittag hat der Spuk ein Ende. Ab 14.30 Uhr findet das Finale der 3. Cosplaymeisterschaften statt- für die sich alle so aufgeputzt haben.

17. Oktober 2009 um 18:06 Uhr von Susanne

Internationaler Bildungskongress: Impulse für engagierte Lehrkräfte

“Wir sind sehr zufrieden”, sagt Karin Plötz, Gruppenleitung Bildung und Kooperationen bei der der Frankfurter Buchmesse. ”Der Kongress war ein Erfolg”. Zwei Tage lang haben sich rund 170 Lehrkräfte, Erzieher, Studierende und Bildungsverleger (und damit wieder mehr als im Jahr zuvor) mit dem Thema “Lernende Gesellschaft” beschäftigt.

Unter diesem Motto veranstaltete die Frankfurter Buchmesse gestern und heute gemeinsam mit der Robert-Bosch Stiftung, Lehrer-Online und Schulen ans Netz e. V.  im Rahmen des Schwerpunkts “Zukunft Bildung“ ihren nunmehr 4. Bildungskongress.

Gestern standen die Themen Wirtschaft und Bildung, Social Networking und Gewalt an Schulen auf dem Programm. Höhepunkt war die Podiumsdiskussion „Education in Flux“, in der es darum ging, wie sich die Ansprüche an und das Verständnis von Bildung verändern.

Heute wurden in verschiedenen Workshops neue Produkte, Ideen und Ansätze beim Lernen und Lehren diskutiert. In der Veranstaltung „Das Internet einmal anders” ging es etwa um grundlegende Techniken zur Beschaffung von Informationen aus dem Internet. Ein Trendthema. “Digitale Themen wurden grundsätzlich gut angekommen”, sagt Account-Managerin Katharina Ewald.

Die Organisator(inn)en hat besonders gefreut, dass sehr viele junge und engagierte Lehrkräfte den Kongress besucht haben. Also genau diejenigen, die an ihren Schulen mitentscheiden - und damit die Zukunft der Bildung hierzulande mitprägen.

Gelernt wird - wie jeder weiß - nicht nur an Schulen. Um den immer höher werdenden Ansprüchen gerecht zu werden, ist lebenslanges Lernen inzwischen zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit geworden. Kein Wunder, dass dann auch die Veranstaltung “Verlernen Sie das Lernen nicht” viele Interessierte anzog.

Zum Rahmen des Kongresses, der im kommenden Jahr seine Fortsetzung finden wird, wurden zudem die “Best European Schoolbook Awards 2009” verliehen. Ein Ziel des Preises ist es, herausragende Schulbücher und Lehrwerke bekannt(er) machen.

Der Award wird von der European Educational Publishers’ Group (EEPG), IARTEM (International Association for Research on Textbooks and Educational Media) und der Frankfurter Buchmesse vergeben.

17. Oktober 2009 um 16:02 Uhr von Susanne

Der Text als optische Fläche

Bücher sind (auch) Kunst

Mehr als Handwerk: Buchgestaltung und Buchkunst

Elmar Lixenfeld hält ein aufgeschlagenes Buch vor sich und erklärt, warum es Weißraum zwischen den Buchstaben, dafür aber keine Absätze gibt; wie Textseiten und Bildseiten korrespondieren, und dass die Texte für dieses Buch eigentlich wie Bilder behandelt wurden.

“Der Text als optische Fläche”, wirft von der Seite die Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, Uta Schneider, ein. Zusammen mit dem Buchgestalter und Juror des Wettbewerbs “Die schönsten deutschen Bücher” sitzt sie inmitten der Ausstellung der Stiftung Buchkunst in Halle 4.1. und spricht mit ihm über Gestaltungsprinzipien, Gestaltungswille und typografische Aussagen. Mehr davon gibt es gleichsam in Natura um die beiden herum zu sehen, darunter auch die die schönsten deutschen Bücher 2008.

Bettina Schumacher Gebler von der gleichnamigen Buchdruckerei und Verlag hofft hingegen auf eine Prämierung im kommenden Jahr. Gerade hat sie zwei ihrer Bücher für den laufenden Wettbewerb direkt am Stand eingereicht. “Eines davon ist noch im Bleisatz gesetzt”, sagt sie stolz.

Inspirationen bieten die Ausstellung ebenso wie der benachbarte Platz der Buchkunst. Wer allerdings an dem Wettbewerb “Die schönsten Bücher 2009″ der Stiftung Buchkunst teilnehmen möchte, muss sich beeilen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober.

17. Oktober 2009 um 14:50 Uhr von Susanne

Portfolio-Walk auf hohem Niveau

Fast wie auf dem Laufsteg

Fast wie auf dem Laufsteg

Sie haben Namen wie ”Abfuhr”, ”Kokon”, “Heterotopien”, “Nachtleben” oder ”Irdelen” und liegen auf einem langen weißen Tisch aus.

Hinter dem Tisch stehen Nachwuchs-Fotografen - zumeist Studierende und Absolventen entsprechender Studiengänge deutscher Universitäten. Davor flanieren diejenigen vorbei, die sich für die Portfolios, die sich hinter diesen Namen verbergen, interessieren. Aus welchen Gründen auch immer.

Einer der Fotografen auf dem Portfolio-Walk ist Robert Schlotter. Er hat seine Diplomarbeit mitgebracht - eine sehr künstlerische Schwarzweiß-Serie - und hofft auf “ein paar Kontakte in Richtung Buch”.

Die Fotodesignerin Hanna Witte, ein paar Schritte weiter, hat schon ein einige Visitenkarten von Interessierten sammeln können, bei denen sie sich nochmal melden darf. Präsentiert hat sie schon öfter, aber “so organisiert habe ich es noch nicht gemacht”.

Der vom neuen Zentrum Bild (Halle 4.1.) organisierte Nachwuchs-Fotografentag am heutigen Samstag kommt offenbar an. Insgesamt 28, von Hochschul-Professoren empfohlene, junge Fotografen präsentieren ihre Mappen in dem Portfolio-Walk, den Ute Noll (On Photography & Illustration) konzipiert hat.

Kontakte machen steht bei ihnen selbstverständlich im Vordergrund. Britta Isenrath von der HdK Bremen findet es jedoch auch interessant, sich die Portfolios der anderen anzusehen. “Das Niveau ist sehr hoch”, sagt sie anerkennend.

Hier geht’s zum gesamten Programm des Zentrums Bild.

17. Oktober 2009 um 14:22 Uhr von Susanne

Håkan Nesser: Ein charmanter Plauderer entzückt seine Leserschaft

Hakan Nesser auf dem Blauen Sofa

Håkan Nesser auf dem Blauen Sofa

Die Frage, wieviele Männer in Schweden ein paralleles Leben führen wie Herr Roos, ließ Håkan Nesser diskret unbeantwortet. Mehr noch: Er gab sie an sein Publikum weiter: “How many of you have a secret cottage in a wood?”.

Es gingen nicht wirklich viele Hände hoch. Dafür gab es einige Lacher. Was immer sie zu bedeuten hatten. Herr Roos jedenfalls, die ältliche Hauptfigur in Nessers neuem Roman “Das zweite Leben des Herrn Roos”, hat plötzlich die Chance bekommen, ein anderer zu werden - ohne dass es seine Gattin merkt, für die er eh nur noch “eher ein Möbelstück als ein lebendiger Mensch” ist. 

Aber man ahnt es schon. Ein solches Parallel-Leben, in dem zudem noch eine 40 Jahre jüngere Drogenabhängige eine entscheidende Rolle spielt - “no, no it’s not a Lolita-Story, they are just friends” - , kann nicht gut ausgehen. Auch nicht im Roman, weshalb aus dem ”Mainstream-Roman” irgendwann ein Krimi geworden sei.

Nesser ist ein guter Plauderer, der sich auf charmante Art darüber bewusst ist, dass das hier (auch) eine Werbeveranstaltung für seinen Roman ist. Und er weiß auch, dass er sich leisten kann, über den deutschen Schwedenkrimi-Hype zu spötteln. “Wenn Sie ein rotes Holzhaus auf dem Cover sehen, kaufen Sie das Buch, weil Sie denken: ‘Ah, das ist ein Schwedenkrimi’”.

Inspektor Barbarotti, der durch Herrn Roos seinen zweiten Fall zu klären hat, hat sich übrigens plötzlich in das Schriftstellerleben von Nesser geschlichen, als dieser gerade eine Schreibblockade hatte.

Der “begnadete Krimiautor”, wie ihn die deutsche Presse schon enthusiastisch betitelte, erzählt, dass er dann ins Gespräch gekommen sei mit Barbarotti. Sie scheinen sich gut verstanden zu haben. Denn B. wurde seine neue Hauptfigur. Die jedoch eine Bedingung stellte: Sie wollte nicht nur in einem Buch vorkommen.

Jetzt wird es es insgesamt fünf Barbarotti-Krimis geben. Der Inspektor dürfte damit zufrieden sein und Nessers Leserschaft vermutlich auch.

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