das blaue sofa am Donnerstag
Die Aufzeichnungen der Interviews vom 15. Oktober 2009
(Das Abspielen der Videostreams ist nur mit dem Windows Media Player möglich)
| Sybil Gräfin Schönfeldt spricht über ihr Buch "Die Bibel - Das Alte Testament" | ||
| Wer war Hiob, was bedeutet das Kainsmal, und wie kam es zur babylonischen Sprachverwirrung? Wie rettete Mose das Volk Israel, und womit besiegte David den Riesen Goliath? Die Bibel birgt einen Schatz fantastischer und spannender Geschichten voller Mythen und Magie, voller Weisheit und Wunder. Sybil Gräfin Schönfeldt erzählt die wichtigsten Geschichten des Alten Testaments authentisch nach. Nah am Original, verständlich und in einer klaren, schnörkellosen Sprache hilft ihr Buch, die Grundlagen unserer Kultur zu verstehen. Sybil Gräfin Schönfeldt, geboren 1927, ist promovierte Germanistin und Kunsthistorikerin. Sie arbeitete lange als Redakteurin und freie Journalistin, u.a. für DIE ZEIT und das ZEIT-Magazin. Sie schrieb und übersetzte zahlreiche Bücher für Kinder und Erwachsene und wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis sowie dem Europäischen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Heute lebt Sybil Gräfin Schönfeldt in Hamburg. |
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| Georg Diez spricht über sein Buch "Der Tod meiner Mutter" | ||
| Die Mutter stirbt. Der Sohn erzählt. Ein Buch über das Leben, zu dem auch der Tod gehört. Mit großer Genauigkeit und schonungslos beschreibt Georg Diez, wie er als Sohn den Tod in sein Leben hereinlassen musste, während er zugleich seine Hochzeit feierte und darauf wartete, zum ersten Mal Vater zu werden. Es ist ein Buch entstanden, das im Angesicht des Todes auch das Porträt zweier Generationen auf eine ganz neue Weise zeichnet: auf der einen Seite die Generation derer, die von den Befreiungsideen der „68er“ geprägt war, daneben ihre „Adidas-Kinder“, die in der Zeit des Wohlstands und der Sorglosigkeit aufwuchsen und nun mit Krankheit und Tod der Eltern konfrontiert werden. Georg Diez, Jahrgang 1969, ist Journalist und lebt mit seiner Familie in Berlin. Er hat für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, den SPIEGEL und DIE ZEIT geschrieben und ist heute Autor der Süddeutschen Zeitung. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Lutz Seiler spricht über sein Buch "Die Zeitwaage" | ||
| Lutz Seilers neues Buch enthält neben „Turksib“, für die er mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde, dreizehn neue Erzählungen. Ob in der Geschichte einer gespielten Erschießung oder im alltäglichen Drama einer wirklichen Trennung - in allen Texten des Bandes „Die Zeitwaage“ geht es um prägende Wendepunkte, um das Groteske im Leben und unser häufig vergebliches Ringen um einen anderen Verlauf. Lutz Seiler wurde 1963 in Thüringen geboren und lebt heute bei Berlin. Nach einer Lehre als Baufacharbeiter arbeitete er als Zimmermann und Maurer. 1990 schloss Seiler ein Studium der Germanistik ab. Lutz Seilers Gedichte sind ins Englische, Französische, Holländische, Italienische, Litauische, Schwedische und Slowenische übersetzt. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Tim Parks spricht über sein Buch "Träume von Flüssen und Meeren" | ||
| Als John in London einen merkwürdigen Brief seines Vaters erhält, ist Albert James, der berühmte Anthropologe, bereits tot. John eilt nach Indien, der Wahlheimat der Eltern, sucht nach Erklärungen: Warum ist der Vater so plötzlich gestorben? Warum hat er am Schluss, ganz gegen seine Gewohnheit, Johns Nähe gesucht? Helen, seine Mutter, empfängt ihn kühl wie immer. Bei der Trauerfeier tauchen Menschen auf, die Albert nahestanden, doch jeder scheint von einem anderen Albert James zu sprechen. John kriegt zunehmend das Gefühl, weder den Vater gekannt zu haben, noch die Mutter zu kennen. Tim Parks, geboren 1954 in Manchester, gewann zahlreiche Literaturpreise, u.a. den "Sommerset-Maugham-Award". Er lebt als Autor und Übersetzter in Verona. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Stefan Kornelius spricht über sein Buch "Der unerklärte Krieg. Deutschlands Selbstbetrug in Afghanistan" | ||
| Deutschland führt Krieg gegen Afghanistan: gegen die Taliban, gegen islamistischen Terror und gegen den Kollaps einer ganzen Region. Doch Berlin erweckt noch immer den Eindruck, die Bundeswehr sei als Aufbauhelfer in den Hindukusch entsandt worden. Der Einsatz wird zwar sehr ernst genommen, über sein Ziel gibt es aber keinen Konsens. Die „heuchlerische Interpretation“ des Mandats der Vereinten Nationen in der Öffentlichkeit, so meint Stefan Kornelius in seinem „Standpunkt“ über den Afghanistan-Einsatz, „steht einer realistischen Wahrnehmung Afghanistans im Weg und gefährdet gar die Soldaten“. Stefan Kornelius ist seit 2000 Leiter des außenpolitischen Ressorts der „Süddeutschen Zeitung“. Er studierte in Bonn und London Politik, Geschichte und Staatsrecht und besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Carolyn Gossage spricht über ihr Buch "Auf Irrfahrt - Sieben kanadische Frauen unterwegs im ?Dritten Reich?" | ||
| Im April 1941 werden sieben kanadische Frauen zu Kriegsgefangenen, als sie den Atlantik überqueren wollen und ihr Schiff von einem deutschen Kaperkreuzer versenkt wird. Diese Frauen kannten sich nicht, bevor sie die Schiffspassage nach Afrika lösten. Erst das gemeinsame Schicksal führt sie zusammen. Man bringt sie nach Biarritz (Frankreich), wo eine Odyssee durch verschiedene deutsche Internierungslager beginnt. Schließlich setzt man sie in einen Zug nach Berlin, ohne irgendjemanden über ihre Ankunft zu informieren. So finden sich die Frauen plötzlich als Fremde mitten im Herzen Nazi-Deutschlands wieder. Eine surreal anmutende Situation, die sich noch steigert, als sie den Luftangriffen ihrer Landsleute ausgesetzt sind. Carolyn Gossage erzählt anhand von Tagebüchern und Berichten diese bizarre, aber in jedem Detail belegte Geschichte. Carolyn Gossage, ist Jahrgang 1933 und wurde in Toronto geboren. Nach einem Französisch- und Germanistikstudium verbrachte sie ein Jahr in Paris an der Sorbonne. Ab 1990 begann sie, für verschiedene Filmproduktionen zu arbeiten. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Gerhart Baum/Ilija Trojanow sprechen über "Rettet die Grundrechte/Angriff auf die Freiheit" | ||
| Rettet die Grundrechte: Als die RAF bombte und mordete, war Gerhart Baum deutscher Innenminister. Nun bekennt er, der Staat habe damals auf hysterische Weise überreagiert – und er selbst sei daran beteiligt gewesen. Und heute? Werden seit dem 11. September die gleichen Fehler gemacht? Es zeichnet sich immer deutlicher eine gefährliche Strategie ab: Der Notstand wird zum Normalfall erhoben, der „Kampf gegen den Terror“ so lange beschworen, bis die Grenzen zwischen Kriminalitätsbekämpfung und Kriegsführung, innerer und äußerer Sicherheit, Polizei, Geheimdienst und Armee verwischen. Gerhart Rudolf Baum, Jahrgang 1932, brachte 2004 zusammen mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Burkhard Hirsch vor dem Bundesverfassungsgericht den „Großen Lauschangriff“ zu Fall - und 2006 das Luftsicherheitsgesetz, das den Abschuss von Passagiermaschinen im Entführungsfall legalisieren sollte. Er hat außerdem Verfassungsbeschwerde gegen die heimliche Durchsuchung von Computern eingelegt. Gerhart Rudolf Baum ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Köln. Angriff auf die Freiheit: Datenbanken, Überwachungskameras, Plastikkarten, Freundschaften im Internet: Was soll daran so schlimm sein? Alle sind scharf auf private Daten: Der Staat möchte die biologischen Merkmale der Bürger kennen. Die Wirtschaft kann gar nicht genug Informationen über die Vorlieben ihrer Kunden sammeln. Die Warnungen vor Terror und Wirtschaftskriminalität lenken genauso wie die Bequemlichkeiten von Internet und Plastikkarten von einer Gefahr ab, die uns allen droht: dem transparenten Menschen. Wie viel sind uns unsere Bürgerrechte noch wert? Wer bedroht unsere Demokratie stärker: militante Islamisten oder die Befürworter einer totalen Überwachung? Dieses Buch, zornig, ironisch und informativ zugleich, soll Menschen aufrütteln, die sich viel zu lange in falscher Sicherheit wiegten. Ilija Trojanow, 1965 in Sofia geboren, wuchs in Kenia auf und lebt heute in Wien. Die Auszeichnung „Preis der Literaturhäuser“ erhielt Trojanow 2009. Bei Hanser erschienen zuletzt „Der Weltensammler“ (2006) und „Der entfesselte Globus“ (2008). Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura und Literatur. Gastdozentin war sie in Leipzig, Düsseldorf und Witten/Herdecke. 2009 veröffentlichte sie ihren Roman „Corpus Delicti“. Im selben Jahr erhielt Julia Zeh den Carl-Amery-Literaturpreis. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Eckart von Hirschhausen spricht über sein Buch "Glück kommt selten allein?" | ||
| Mit dem Glück ist es wie mit Diäten oder Erkältungskrankheiten: tausend Rezepte - aber keine überzeugenden Erfolge. Gar keine? Eckart von Hirschhausen, Deutschlands Mediziner mit Comedy-Qualitäten, findet die Trüffel der Glücksforschung, das Kuriose, Komische und Menschliche. Hirschhausen spricht aus, was keiner wahrhaben will: Wir sind von Natur aus bestens geeignet, das Glück zu suchen, es vielleicht sogar zu finden - aber eklatant schlecht darin, zufrieden zu sein. Warum? Das Buch - ein provokanter Perspektivenwechsel auf Finanzkrise, Partnerwahl und Erdbeermarmelade. Eckart von Hirschhausen studierte Medizin und Wissenschaftsjournalismus. Seit über 15 Jahren ist er als Kabarettist, Humortrainer, Redner und Autor tätig. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Ulrich Ladurner spricht über sein Buch "Solferino" | ||
| Ulrich Ladurner erzählt zugleich von der Geburtsstunde des Roten Kreuzes, von seinem Urgroßvater und vom Niedergang der Habsburger: Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 endete mit einer Niederlage der Österreicher unter Kaiser Franz Joseph. Der Tag gilt manchen als Geburtstag Italiens. Der Geburtstag dieses Buches hingegen war der Tag, an dem Ulrich Ladurner die Tagebuchaufzeichnungen seines Urgroßvaters findet. Ein Südtiroler, den das Los in die Schlacht von Solferino schickte. Ladurner machte sich auf den Weg in eine unbekannte Vergangenheit. „Solferino“ ist eine politisch-historische Reisereportage, die zu einer persönlichen Spurensuche wird. Ulrich Ladurner, geboren 1962 in Meran/Südtirol, studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Innsbruck. Seit 1999 berichtet er als Auslandsredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT aus Irak und Iran, Afghanistan und Pakistan. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Christian Y. Schmidt spricht über sein Buch "Bliefe von dlüben" | ||
| Unter den vielen Titeln über das Gastland China finden sich mitunter auch munter-skurrile Bücher: Christian Y. Schmidt hat aufgeschrieben, was er in seinem Wohnort Peking an typisch Chinesischem, Seltsamem und Bemerkenswertem vorgefunden hat. Der Autor manövriert sich unerschrocken durch den chinesischen Alltag, bekommt lebende Fische serviert, scheitert beim Raubkopieren und Taxifahren. Das „ultimative Handbuch für künftige Chinaversteher“, wie der Verlag „Bliefe von dlüben“ bezeichnet, umfasst Kultur, Alltag und Politik. Es geht Schmidt auch um ganz solide Fragen. Zum Beispiel, welche Folgen die Zivilisierungsmaßnahmen (nicht rotzen, nicht rauchen, nicht im Pyjama rausgehen) für Chinas Kultur haben. Christian Y. Schmidt war Redakteur der Satirezeitschrift „Titanic“ und ist seit 1996 freier Autor, unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung und Die Zeit. Schmidt ist mit einer Chinesin verheiratet und lebt in Peking. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Alfred Grosser spricht über sein Buch "Von Auschwitz nach Jerusalem" | ||
| Der Gaza-Krieg hat die Fragen wieder aufgeworfen: Wie scharf darf man Israel kritisieren? Messen die Israel-Kritiker mit zweierlei Maß - oder aber die Israel-Verteidiger? Und wann ist die Grenze zum Antisemitismus überschritten? Wenn es um den jüdischen Staat geht, kochen 60 Jahre nach dessen Gründung die Emotionen noch immer regelmäßig hoch. Aus der Perspektive eines Franzosen, der als deutscher Jude geboren wurde, möchte Alfred Grosser Klarheit bringen in dieses von Polemik, Unterstellungen und Verzerrungen geprägte Feld. Er würdigt die deutsche Erinnerungspolitik und zeigt zugleich auf, wo diese doktrinär erstarrt ist. Alfred Grosser, geboren 1925 in Frankfurt/Main, war Professor am Pariser Institut der politischen Studien. In Deutschland ist er seit den fünfziger Jahren durch seine Zeitungsartikel, Reden, Bücher und Auftritte in Radio und Fernsehen bekannt. 1975 erhielt er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels, danach zahlreiche weitere Ehrungen. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Volker Braun spricht über sein Buch "Werktage Arbeitsbuch 1977-1989" | ||
| Volker Braun hat, beginnend im Januar 1977, ein Werktagebuch bis in die Gegenwart geführt. Dessen erster Band, teils kurze, teils längere Notate, erlaubt nicht allein Einblick in die Werkstatt, sondern auch wie Braun sich selbst, die Kollegen und die politische Situation – in Ost und West - sieht bzw. sah. In diesem Lebens-, Lese- und Arbeitsbuch ist zu erfahren, wie Volker Braun nach der Publikation „Unvollendete Geschichte“, einem seiner kritischsten Werke, seine Dramen auf die Bühne bringt, wie er listig seinen „Hinze-Kunze-Roman“ zuerst in Frankfurt und dann in Halle veröffentlicht und warum er 1988 das Stück „Lenins Tod“ schreibt. Aufzeichnungen und Beobachtungen- mal giftig, mal ironisch. Volker Braun, geboren 1939 in Dresden, lebt heute in Berlin. Anfang der sechziger Jahre wurde der Lyriker bekannt und machte sich bald auch als wichtiger Dramatiker, Prosaautor und Essayist einen Namen. Braun erhielt zahlreiche bedeutende Literaturpreise, zuletzt 2000 den Büchnerpreis. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Margaret Atwood spricht über ihr Buch "Das Jahr der Flut" | ||
| Im „Jahr der Flut“ entwirft Atwood aufs Neue eine Zukunft, deren Realität weniger fern liegt, als wir uns womöglich eingestehen möchten. Hoch auf den Dächern der Stadt, dem Himmel am nächsten, liegt das Paradies. Seine Bewohner nähren sich von Gemüse, Früchten und Honig und kultivieren ihren Garten Eden. Die junge, kämpferische Toby findet Zuflucht in dieser Gemeinschaft der „Gärtner Gottes“, nachdem sie durch die Maschen der Gesellschaft gefallen ist, die von einer rigiden, militärisch organisierten Wirtschaftsorganisation regiert wird. Margaret Atwood erzählt von einer Welt, in der die globalisierte Wirtschaft in jeder Beziehung die Macht an sich gerissen hat. Margaret Atwood, Jahrgang 1939, ist Kanadierin. Ihre Werke liegen in über 20 Sprachen übersetzt vor und wurden national und international vielfach ausgezeichnet. Neben Romanen verfasst sie auch Essays, Kurzgeschichten und Lyrik. Margaret Atwood lebt in Toronto. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Stefan Aust spricht über sein Buch "Deutschland, Deutschland" | ||
| Expedition durch die Wendezeit: „Das war der Tag, an dem der Zweite Weltkrieg zu Ende ging ...“. So begann der Kommentar, den Stefan Aust, damals Chefredakteur von Spiegel TV, in der Nacht schrieb, als der Schlagbaum in der Bornholmer Straße aufging und die Menschen aus dem Osten ungehindert in den Westen strömten. Zwei Tage zuvor hatte er einen Reporter und ein Kamerateam nach Ostberlin geschickt, um die Mauer im Auge zu behalten, denn er ahnte, dass dort etwas passieren würde. In seinem neuen Buch erzählt Aust, wie er und seine Kollegen den Untergang der DDR und die Entwicklung hin zur Wiedervereinigung aus nächster Nähe miterlebten. Stefan Aust, Jahrgang 1946, war langjähriger Chefredakteur des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL und Gründer und heutiger Herausgeber von SPIEGEL TV. Von 1966 bis 1969 arbeitete er als Redakteur bei der Zeitschrift KONKRET. Von 1970 bis 1985 war Aust Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Michael Schindhelm spricht über sein Buch "Dubai Speed? Eine Erfahrung" | ||
| Unter dem Motto „größer, höher, moderner, glamouröser“ sollte in Dubai, mitten in der Wüste, die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen. Doch dann kam die Finanzkrise. Michael Schindhelm berichtet aus der Innenperspektive darüber, wie man als Europäer zwischen traditionellen und modernen Nomaden lebt, und erzählt aus der Welt des Hofstaats, der Emiratis und der Abenteuerer aus aller Herren Länder. Entstanden ist ein Bericht aus der Wirklichkeit radikaler Widersprüche, kühner Spekulationen und Sehnsüchte nach einer neuen Kulturwelt. Es ist das Tagebuch einer Annäherung an den modernen Mittleren Osten, einer Begegnung von Ost und West voller Missverständnisse und (Selbst-)Erkenntnisse. Michael Schindhelm, 1960 in Eisenach geboren, war Theaterintendant in Deutschland und der Schweiz; später von 2005 bis 2007 Generaldirektor der Opernstiftung in Berlin. Danach Kulturmanager in Dubai. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Kai Diekmann spricht über sein Buch "Die Mauer" | ||
| „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Die berühmte Lüge von Walter Ulbricht, dem Staatsratsvorsitzenden der DDR, verlautbart am 15. Juni 1961, schrieb Weltgeschichte. Die nur zwei Monate später errichtete Mauer in Berlin war zwischen 1961 und 1989 Sinnbild und Mahnmal für die Teilung Deutschlands. 119 Fotografien dokumentieren in vier Kapiteln Mauerbau, Mauerflüchtlinge, Leben mit der Mauer und Mauerfall. Kein Bauwerk der deutschen Geschichte hat das Leben der Menschen so geprägt wie dieses. „20 Jahre nach ihrem glücklichen Ende ist die Realität der deutschen Teilung und vor allem der Mauer vielen Menschen gar nicht mehr präsent. An die Brutalität dieser Wunde zu erinnern, ist deshalb das Anliegen dieses Buches“ - so der Autor. Kai Diekmann begann 1985 als Volontär beim Axel Springer Verlag. Er war Korrespondent der Bild-Zeitung in Bonn und Chefreporter der Zeitschrift Bunte. 1998 wurde er Chefredakteur der Welt am Sonntag, 2001 Chefredakteur der Bild-Zeitung. Kai Diekmann erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die „Goldene Feder“. Der Videostream folgt in Kürze. |
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