das blaue sofa am Sonntag
Die Aufzeichnungen der Interviews vom 18. Oktober 2009.
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| John C. Kornblum spricht über sein Buch "Mission Amerika. Weltmacht am Wendepunkt" | ||
| Nach acht Jahren George W. Bush, nach dem Desaster im Irak und dem Zusammenbruch der US-Wirtschaft, hat das amerikanische Volk den Wechsel gewählt: Barack Obama. Er hat bei seiner Antrittsrede die „Erneuerung Amerikas“ versprochen, und die Amerikaner haben ihm geglaubt. Doch kann der neue Präsident die „Wende zum Besseren“ schaffen für sein Land und die ganze Welt? Die beiden Autoren ziehen eine Zwischenbilanz nach 100 Tagen Amtszeit. Die Weltmacht USA befindet sich in einem Wandel, der eine riesige Herausforderung darstellt, nicht zuletzt in der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten. John C. Kornblum ist US-Diplomat und gehört seit den sechziger Jahren zu den wichtigsten Beratern der amerikanischen Außenpolitik. Er war mehrfach als Gesandter in Deutschland tätig, zuletzt als US-Botschafter in Berlin. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Armin Rohde spricht über sein Buch "Größenwahn und Lampenfieber" | ||
| Die Welt der Schauspieler wird von Unwahrheiten, Klischees und Vorurteilen bestimmt. Armin Rohde räumt jetzt damit auf. Warum muss man keinen Mörder treffen, um einen darzustellen? Warum kann ein „Proll“ in Lederjacke auch einen Schönheitschirurgen spielen? Und warum will man immer wieder an der Rampe stehen, obwohl man die Hose gestrichen voll hat? Anhand vieler Fragen, die seine Karriere begleitet haben, beschreibt Armin Rohde seinen Weg vom Arbeitersohn zum Filmstar. Armin Rohde, 1955 in Gladbeck geboren, ließ sich nach dem Besuch der Schauspielschule zum Clown ausbilden und spielte bis 1995 im Schauspielhaus Bochum. Als „Bierchen“ in Sönke Wortmanns „Kleine Haie“ schaffte er 1992 auf der Kinoleinwand den Durchbruch. 1998 war er in „Lola rennt“ zu sehen. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Ben Becker spricht über sein Buch "Bruno. Der Junge mit den grünen Haaren" | ||
| Der kleine Bruno hat seinen eigenen Kopf. Zum Beispiel will er sich nicht die Haare waschen. Bis er eines Tages ein wunderschönes Stück Seife findet. Leuchtend grüne Seife! Damit werden seine Haare nicht nur sauber, sondern auch grasgrün - sehr zum Entsetzen von Brunos Mutter, der Oma und der Lehrerin. Dafür aber zur Begeisterung der Seifenfabrikbesitzer, die Bruno gleich zum Werbestar machen wollen. Der ganze Wirbel um seinen grünen Kopf macht Bruno ganz schön zu schaffen. Wie gut, dass am Ende alles nur ein Traum war. Oder vielleicht doch nicht? Ben Becker, bekannt aus den Filmen „Schlafes Bruder“ (1995) und „Comedian Harmonists“ (1997), zählt zu den bekanntesten deutschen Schauspielern. Für seine Filme und Bühnenauftritte wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis und der Goldenen Kamera. Nun hat er mit „Bruno“ sein erstes Kinderbuch veröffentlicht. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| David Schalko spricht über sein Buch "Weiße Nacht" | ||
| Es kommt bei der Lektüre nach einer Weile irgendwie bekannt vor: Thomas führt ein völlig normales Leben, bis er den Menschen findet, der seine Welt ins Wanken bringt. Von ihm fühlt er sich das erste Mal wirklich angenommen. Plötzlich steht ihm die Welt offen. Bis ein Abend wieder alles unerwartet verändert. In den Hauptpersonen dieses Romans, der um die Beziehung zwischen einem verstorbenen Kärntner Landeshauptmann und seinem Adjutanten kreist, kann man die Politiker Jörg Haider und Stefan Petzner erkennen. David Schalko, der sein Buch als „schwarzen Karl-May-Roman“ bezeichnet, verweist darin auf den Zusammenhang zwischen Heimat, Männerfreundschaft und rechter Ideologie. David Schalko, geboren 1973, lebt als Autor und Film- sowie Fernsehregisseur in Wien. Bekannt machte ihn seine fürs Fernsehen stilprägende „Sendung ohne Namen“, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Schalko ist außerdem Produzent bei der Firma „Superfilm“, die er 2006 mitbegründete. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Volker Klüpfel und Michael Kobr sprechen über das Buch "Rauhnacht" | ||
| Eigentlich sollte es für die Kluftingers ein erholsamer Kurzurlaub werden - auch wenn das Ehepaar Langhammer mit von der Partie ist: ein Winterwochenende in einem schönen Allgäuer Berghotel samt einem Live-Kriminalspiel. Doch aus dem Spiel wird blutiger Ernst, als ein Hotelgast unfreiwillig das Zeitliche segnet. Ermittler Kluftinger steht vor einem Rätsel: Die Leiche befindet sich in einem von innen verschlossenen Raum. Und als passendes „Setting“ löst nachts ein Schneesturm höchste Lawinenwarnstufe aus, schneidet das Hotel von der Außenwelt ab. Kommissar Kluftinger ist ganz auf sich allein gestellt. Das heißt: fast. Denn Doktor Langhammer mischt bei den Ermittlungen kräftig mit. Volker Klüpfel studierte Politologie und Geschichte und ist heute Redakteur in der Kultur-/Journal-Redaktion der Augsburger Allgemeinen. Michael Kobr studierte Romanistik und Germanistik und arbeitet heute als Lehrer im Allgäu. Die beiden Autoren sind seit der Schulzeit befreundet. Nach ihrem Überraschungserfolg „Milchgeld“ erschienen „Erntedank“ und "Laienspiel", beide mit Buchpreisen ausgezeichnet. Zudem gewannen sie in den Jahren 2008 und 2009 die MIMI, den Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Mark Leonard spricht über sein Buch "Was denkt China?" | ||
| Während der Westen noch darüber nachdenkt, wie man den Aufstieg Chinas beeinflussen kann, machen sich chinesische Intellektuelle Gedanken darüber, wie China mit dem Abstieg des Westens umgehen soll. Während aus Deutschland noch Entwicklungshilfe nach China fließt, sehen zahlreiche Entwicklungsländer längst eine Alternative zur Anpassung an den Westen - in China. Der Wandel Chinas wird sich auf die Weltordnung insgesamt und auf unsere Konzepte von Politik und Macht auswirken. Der Autor befasst sich mit der Frage, wie die Entscheidungsträger und Intellektuellen in China selbst über die Zukunft ihres Landes denken. Mark Leonard leitet den “European Council on Foreign Relations” in London, der die Außenpolitik der EU analysiert und fördert. Sein Arbeitsgebiet umfasst die transatlantischen Beziehungen, den Nahen Osten und die Beziehungen zwischen der EU und China. Leonard ist Kolumnist und berät Regierungen und Unternehmen. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Franz Alt spricht über sein Buch "Gute Geschäfte. Humane Marktwirtschaft als Ausweg aus der Krise" | ||
| Wirtschaft kann effizient, human und erfolgreich zugleich sein, finden die Autoren Peter Spiegel und Franz Alt. Sie zeigen anhand zahlreicher Erfolgsbeispiele Alternativen zum Raubtier-Kapitalismus auf. Das Konzept des „Social Business“ kann - mit seinem Fokus auf Nachhaltigkeit anstatt auf Gewinnmaximierung - die Welt zu mehr Gerechtigkeit und Wohlstand führen, so die Autoren. So hat es Nobelpreisträger Muhammad Yunus in Bangladesch beispielsweise geschafft, durch ein Kleinkredit-System einer breiten Bevölkerungsschicht aus der Armut zu helfen, und das mit einem nur kleinen Startkapital. Franz Alt moderierte und leitete 20 Jahre lang das Politmagazin „Report" im Südwestfunk und später die Magazine „Querdenker“ und „Grenzenlos“ in 3sat. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zum Thema Energie und Klima und wurde mit dem „Europäischen Solarpreis" ausgezeichnet. Zudem erhielt er den Adolf-Grimme-Preis. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Mo Yan spricht über sein Buch "Die Sandelholzstrafe" | ||
| China 1899: Das Kaiserreich im Todeskampf. Von überall her drängen fremde Menschen in das zuvor verschlossene Reich. Sie bringen etwa die Eisenbahn, die bei der Provinzstadt Gaomi über die Gräber der Ahnen verlaufen soll. Doch in der Bevölkerung regt sich Widerstand gegen das Neue: Sun Bing ist der Anführer des Aufstands gegen die Eisenbahn. Um seinen Ungehorsam zu ahnden, bündelt die Staatsmacht all ihre Kräfte und verordnet ein letztes Mal die Sandelholzstrafe, die grausamste der überkommenen Foltermethoden. Doch die Folter ist nicht alleine Staatsaktion, sondern birgt auch noch eine familiäre Tragödie: Die Tochter Sun Bings ist die Geliebte des Präfekten. Mo Yan gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Chinas, er lebt in Peking. Während der Kulturrevolution verließ der Bauernsohn die Schule, um in einer Fabrik zu arbeiten. Mit 20 Jahren trat er in die Volksbefreiungsarmee ein, wo er zu schreiben begann. 1987 erschien sein Buch „Das rote Kornfeld", das von Starregisseur Yang Zimou verfilmt wurde (Goldener Bär bei der Berlinale 1988). |
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| Donna W. Cross und Sönke Wortmann sprechen über das Buch und die Verfilmung von "Die Päpstin" | ||
| uIm bitterkalten Winter des Jahres 814 wird Johanna geboren. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens und grausamer Hexenverfolgung auf. Getrieben von Wissensdurst, erhält sie eine heilkundliche und philosophische Ausbildung. Da sie als gelehrte Frau jedoch kaum überleben kann, tritt sie - als Mönch verkleidet - ins Kloster Fulda ein. Jahre später kommt sie als Leibarzt des Papstes nach Rom und besteigt schließlich als Johannes Anglicus den päpstlichen Thron. Donna Cross erzählt die faszinierende Lebensgeschichte der Johanna von Ingelheim, die bis ins 17. Jahrhundert allgemein bekannt war und erst dann aus den Büchern des Vatikans getilgt wurde. Donna Woolfolk Cross, in New York geboren und aufgewachsen, arbeitete nach ihrem Studium in der Verlagsbranche. Heute lehrt sie „Writing“ am Onondaga College. Sönke Wortmann, deutscher Regisseur, ist mit den Filmen „Der bewegte Mann“ (1994), „Das Wunder von Bern“ (2003) und „Deutschland. Ein Sommermärchen“ (2006) einem breiten Publikum bekannt geworden. Seit 2007 arbeitete er an der Verfilmung der „Päpstin“. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Norbert Zähringer spricht über sein Buch "Einer von vielen" | ||
| Die Erde wankt, der Putz fällt von der Decke, Tassen stürzen, eine nach der anderen, vom Küchenbüffet. Eine Erschütterung in der Mojave-Wüste. Hinein in dieses Chaos wird im Jahre 1923 Edison Frimm geboren. Am selben Tag kommt in einem Berliner Mietshaus, rund 10.000 Kilometer weiter östlich, Siegfried Heinze zur Welt. Auch er ist in schwierige Zeiten geboren, nämlich in die Rezession der Weimarer Republik. Noch am Abend wird sein Vater, ein Nationalsozialist der ersten Stunde, mit zwei Schüssen ums Leben gebracht. So nimmt eine Jahrzehnte umspannende Kriminalgeschichte ihren Lauf - und mit ihr beginnen zwei ungleiche Lebenswege, die sich später, im Berlin des Zweiten Weltkriegs, kreuzen werden. Von der Ironie der Geschichte und vom Zufall, von großen Katastrophen und kleinen Dramen erzählt Norbert Zähringers neuer Roman. Norbert Zähringer, 1967 in Stuttgart geboren, veröffentlichte 2001 den Roman „So“, der gefeiert wurde als „eines der komischsten, schrägsten und absurdesten Debüts der letzten Jahre“ (Süddeutsche Zeitung). 2006 erschien sein zweiter Roman „Als ich schlief“. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Urs Widmer spricht über sein Buch "Herr Adamson" | ||
| Es ist Freitag, der 22. Mai 2032. Einen Tag nach seinem vierundneunzigsten Geburtstag sitzt ein Mann in einem üppig blühenden Garten - es ist der Paradiesgarten seiner Kindheit. Neben sich hat er einen Rekorder und spricht die Geschichte von „Herrn Adamson“ auf Band. Dieser Ich-Erzähler, der dem Autor Urs Widmer verdächtig ähnelt, denkt sich zurück in seine Kindheit. Als er acht Jahre alt war, tauchte er mit Hilfe dieses Herrn Adamson in die Unterwelt hinab. Adamson weilt noch immer in einer Art Zwischenwelt. Er gelangte dort hinein in der Sekunde, in der der Ich-Erzähler geboren wurde. Und erst, wenn dieser nun „den Löffel abgibt“, so der Verlag, „dann ist Herr Adamson wirklich tot.“ Urs Widmer, geboren 1938 in Basel, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Romanistik und Geschichte als Verlagslektor, unter anderem im Suhrkamp Verlag. Nachdem er den „Verlag der Autoren“ mitgegründet hatte, schrieb er selbst Bücher und lebt heute als freier Schriftsteller. Das Interview auf dem blauen sofa |
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| Rudolf Schenker spricht über sein Buch "Rock your Life" | ||
| Er ist einer der „Scorpions“ - und offenbar ein Lebenskünstler. Ohne Fleiß kein Preis? Von wegen! Rudolf Schenker ist konsequent einen anderen Weg gegangen. Oberste Priorität hatte für ihn immer der Spaß an dem, was er tut. In seinem Buch verrät er, wie es dazu kam, wieso es funktioniert und wie man es ihm ganz einfach nachmachen kann - angereichert mit spannenden Anekdoten aus der 40-jährigen Bandgeschichte der Scorpions. Rudolf Schenker, geboren 1948, ist gelernter Starkstromelektriker. Schon früh war ihm allerdings nur noch seine Leidenschaft für die Rockgitarre wichtig. 1965 gründete er die „Scorpions“: Deutschlands erfolgreichste Rockband aller Zeiten mit 80 Millionen verkauften Schallplatten weltweit. Im Jahr 2009 erhielten die Rocker den „Echo“ für ihr Lebenswerk. Das Interview auf dem blauen sofa |
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