Internationaler Dialog

Weltempfang 2013 39866

Weltempfang - Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung: Der Name ist Programm.
Der Weltempfang in Halle 5.0 ist traditionell der Ort, an dem Podiumsdiskussionen und Gespräche sowie Lesungen mit internationalen Autoren, Intellektuellen und Übersetzern stattfinden.

"Urbanität und Megastädte" heißt der Schwerpunkt des Veranstaltungsprogramms 2014:
Sind Städte heutzutage überhaupt noch regulierbar? Welche Herausforderungen, welche Freiheiten bringen immer größer werdende Megastädte mit sich? Und wie beeinflussen sie die Kreativität von Kulturschaffenden?

Natürlich wird es an den fünf Messetagen auch um andere Themen gehen, u.a. um die literarische Verarbeitung des Völkermordes in Ruanda oder um Prozesse der Demokratisierung in der islamischen Welt.
Programm 2014

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(Foto: Masdar Plaza, Courtesy: LAVA, Laboratory for Visionary Architecture, Stuttgart)

Der Besuch im Weltempfang mit seiner Bühne für publikumsstarke Veranstaltungen, seinem Salon für Fachdiskussionen und literarische Begegnungen und seinem großräumigen Café-Bereich ist ein intellektuelles Erlebnis mit der Möglichkeit zum Verweilen. Im Areal wird außerdem die Ausstellung "Post-Oil City: Die Geschichte der Zukunft der Stadt" gezeigt (in Kooperation mit dem ifa, Institut für Auslandsbeziehung, und ARCH+, Zeitschrift für Architektur und Städtebau).

Der Weltempfang ist ein Kooperationsprojekt der Frankfurter Buchmesse und dem Auswärtigem Amt der Bundesrepublik Deutschland

litprom e.V.

Die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika (litprom) fördert und verbreitet Literatur aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der Karibik und Arabischen Welt im deutschsprachigen Raum. Sie organisiert mit der Frankfurter Buchmesse den Weltempfang und richtet das Einladungsprogramm für Verleger aus.

LiBeraturpreis 2014: Raja Alem aus Saudi-Arabien

Alem Raja 46630

Donnerstag, 9. Oktober, 16.30–17.30 Uhr, Bühne Preisverleihung, Gespräch und Lesung (Deutsch/Englisch/Arabisch) Der LiBeraturpreis ist der einzige deutsche Literaturpreis, der nur an Frauen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt verliehen wird. 2014 erhält ihn Raja Alem für ihren Roman „Das Halsband der Tauben“ (Unionsverlag 2013): "Ein Roman aus Saudi-Arabien, und was für einer! Sinnlich, spannend, polemisch und sehr gescheit. Ein Krimi, eine literarische Studie über den weiblichen Körper in der islamischen Gesellschaft – ein Großstadtroman über Mekka, den heiligen Moloch.“

Mit:
Raja Alem (Saudi-Arabien), Autorin und Preisträgerin
Karl-Markus Gauß (Österreich), Schriftsteller, Kritiker, Herausgeber und Jurymitglied der litprom-Bestenliste Weltempfänger, Laudator
Hartmut Fähndrich (Schweiz), Übersetzer von „Das Halsband der Tauben“
Moderation: Claudia Kramatschek (Deutschland), freie Literaturkritikerin und Kulturjournalistin, Jurymitglied der litprom-Bestenliste Weltempfänger
Kooperation: litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e. V.

Haben Sie Fragen zum Weltempfang?
Litprom
Antje te Brake
t: +49 (0) 69 2102246
f: +49 (0) 69 2102 46246
tebrake@book-fair.com

Geschäftsleitung Internationale Märkte
Tobias Voss
t: +49 (0) 69 2102 294
f: +49 (0) 69 2102 46294

Hier gehts zu den Events des Weltempfangs

Das könnte Sie interessieren:

Russland: Ukraine. Ein neuer Konflikt, die alte Propaganda…

Mittwoch, 8. Oktober 14.30–15.30 Uhr, Bühne Weltempfang Podiumsdiskussion
(Deutsch/Englisch)
Wie soll man mit der Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine umgehen? Und was ist von der gegenseitigen Propaganda zu halten? Wie wirkt sie, welchen Einfluss hat sie auf die Sprache? Welche Rolle spielt überhaupt die Kultur im Angesicht von Gewalt und Zensurmaßnahmen? Darüber sprechen namhafte Schriftsteller und PEN-Mitglieder.
Mit:
Sofi Oksanen (Finnland), finnisch-estnische Autorin und literarische Eröffnungsrednerin des Ehrengasts Finnland 2014
Michail Schischkin (Russland/ Schweiz), Autor und Journalist
Josef Haslinger (Deutschland), Präsident des deutschen PEN
Moderation: John Ralston Saul (Kanada), Autor und Präsident des internationalen PEN
Kooperation: PEN International Free the Word

Eröffnung des Weltempfangs: Die Stadt als Herausforderung

(Deutsch/Englisch) „Urbanität und Megastädte“ lautet in diesem Jahr unser Schwerpunkt. Die weltweit voranschreitende Urbanisierung birgt immer neue Herausforderungen für Stadtplanung, Politik und Gesellschaft. Sind Städte heutzutage überhaupt noch regulierbar? Wie kann menschliches und nachhaltiges Leben in ständig wachsenden Metropolen aussehen? Ein Gespräch über Möglichkeiten und Grenzen der modernen Stadtplanung.
Mit:
Juergen Boos (Frankfurt), Direktor der Frankfurter Buchmesse, Grußwort
Dr. Andreas Görgen (Berlin), Auswärtiges Amt; Ministerialdirigent, Leiter der Kultur- und Kommunikationsabteilung, Grußwort
Ole Scheeren (Peking), Architekturbüro Ole Scheeren, sein bekanntestes Bauwerk ist das China Central Television Headquarter, Sendezentrale des staatlichen chinesischen Fernsehsenders
Prof. Michael Schumacher (Frankfurt), Architekturbüro schneider+schumacher, die u. a. das Wohngebiet im Frankfurter Westhafen geplant haben
Moderation: Dieter Bartetzko (Frankfurt), Frankfurter Allgemeine Zeitung, Redakteur mit Schwerpunkt Architekturkritik

Unregierbare Städte – Gewächshäuser für Kreativität?

Gespräch, Karikaturen und Rap (Deutsch/Englisch) Städte sind ambivalente Erscheinungen: Millionen von Menschen streben vom Land in die Stadt, darunter viele Künstler aller Genres. Doch sind viele urbane Agglomerate kaum noch beherrsch- oder regierbar. Das Leben wird zur täglichen Herausforderung. Wie steht es dabei um die Kreativität? Begünstigen Megastädte kreatives Potential? Sind sie gar Gewächshäuser für neue Formen der künstlerischen Auseinandersetzung?
Mit:
Khaled Harara (Palästina/Schweden), politisch engagierter Rapper; veranstaltete im Gaza-Streifen Workshops mit Jugendlichen und lebt heute als ICORN-Gastautor in Göteborg
Mana Neyestani (Iran/Frankreich), Comic-Zeichner, politischer Karikaturist; arbeitete unter rigiden religiösen Beschränkungen im Iran, bis er 2006 nach 50-tägiger Haft das Land verlassen konnte
Moderation: Peter Ripken (Frankfurt), ICORN

Sehen Sie hier Eindrücke aus unserem Programm 2013: