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Detailinformation

Peter Weidhaas

Peter Weidhaas leitete 25 Jahre lang erfolgreich die Frankfurter Buchmesse. Während seiner Amtszeit rief er wichtige Innovationen ins Leben wie z.B. das Ehrengast-Programm und die Gesellschaft zur Förderung der Literatur Afrika, Asien und Lateinamerika (LitProm).

Sein Buch, "Und kam in die Welt der Büchermenschen" (2007), erinnert an seine 25 Jahre an der Spitze der Bücherwelt.

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“Das Publikum und die Öffentlichkeit wurden geduldet, aber nicht sehr ernst genommen”

Bis 1976 waren Buchmessen weitgehend Handelsmessen, deren Teilnehmer den brancheninternen Handel mit den anderen Marktteilnehmern suchten. Das Publikum und die Öffentlichkeit wurden geduldet, aber nicht sehr ernst genommen, geschweige denn umworben. Teile dieses Publikums, nämlich die aufrührerischen Studenten von 1968, waren es dann aber, die eine Veränderung auslösten und den Büchermessen einen ganz neuen Charakter gaben. Die Studenten betraten respektlos die Stände, nahmen Bücher aus den Regalen und untersuchten ihre Inhalte. Was sie als "faschistischen Mist" oder "antifeministischen Dreck" zu erkennen glaubten, warfen sie einfach auf den Gang oder diffamierten die Bücher anderswie.

“Das Publikum defilierte nicht mehr ehrfurchtsvoll an den ausgestellten Büchern vorbei, sondern nahm die Bücher in die Hand […].”

Der Spuk war nach wenigen Messen wieder verflogen. Was blieb und was neu war: Das Publikum defilierte nicht mehr ehrfurchtsvoll an den ausgestellten Büchern vorbei, sondern nahm die Bücher in die Hand, um sie nach ihren Inhalten zu befragen. Als schließlich die Studentenrevolte verebbte, übernahm die Presse die Position der nach Inhalten der Bücher Fragenden und Forschenden. Zur gleichen Zeit hatten einige Verlagskonzerne mit schier unbegrenzten Mitteln Marketingaktionen erfunden, um ihre Buchprojekte in Bestsellerhöhen zu katapultieren.

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