Literaturtransfer hautnah: Der weite Blick in die Welt

Am 12. Mai stellen sich die künftigen Gastländer der Frankfurter Buchmesse in Berlin vor. Frankfurt am Main, 04.05.2017 – Am Freitag, 12. Mai 2017 von 19.00 bis 24.00 Uhr ist es wieder so weit: Bereits zum zweiten Mal richtet das Auswärtige Amt die „Lange Nacht der Ideen“ in Berlin aus. Für die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung bietet sich damit die einmalige Gelegenheit, grenzüberschreitende Kulturarbeit live zu erleben. Zum ersten Mal beteiligt sich die Frankfurter Buchmesse (11.-15. Oktober 2017) an dem Programm: „Die Lange Nacht der Ideen bildet für uns genau den passenden Rahmen, um die nächsten Gastländer der Frankfurter Buchmesse zu präsentieren“, sagt Tobias Voss, Geschäftsleitung Internationale Projekte. „Jeder Gastlandauftritt ist ein kultureller Höhepunkt und verleiht der Frankfurter Buchmesse eine ganz eigene Prägung. Dabei spielt neben der Literaturvermittlung auch der internationale Austausch eine tragende Rolle – wirtschaftlich wie kulturell.“

Die Veranstaltung „Der weite Blick in die Welt“ findet in Kooperation mit dem Kulturkaufhaus Dussmann statt und bietet Berliner Leseratten in diesem Jahr einen ersten Einblick in die Literatur der Ehrengäste Frankreich (2017), Georgien (2018), Norwegen (2019) und Kanada (2020). So stellen Repräsentanten der Gastländer spannende Neuerscheinungen vor und berichten Wissenswertes und Kurioses rund um den heimischen Buchmarkt. Die Schauspielerin Natascha Bub liest kurze Passagen aus den Veröffentlichungen; durch den Abend führt der Berliner Literaturvermittler Thomas Böhm. Auf Büchertischen finden die Besucher Texte, Bilder, Fundstücke und Plakate der unterschiedlichen Länder.

Die Kunst der Übersetzung
Zwei weitere Programmpunkte vermitteln einen Eindruck davon, wie wichtig Sprache in der Verständigung zwischen den Kulturen ist und welche bedeutende Rolle literarische Übersetzer dabei einnehmen. Denn nur dank dieser Sprachkünstler kommen Leser in den Genuss fremder Literaturen und lernen andere Kulturen und ihre Besonderheiten verstehen. Wie schwierig der Transfer von einer Sprache in die andere ist, zeigt der Translation Slam: Hier ist das Publikum aufgefordert, gemeinsam mit den Übersetzern Ingo Herzke, Andreas Jandl und Patricia Klobusiczky besonders knifflige Formulierungen aus dem Englischen und Französischen spontan ins Deutsche zu übersetzen.

Ergänzend dazu wird am Ende des Abends eine Stille-Post-Übersetzung präsentiert, die es in sich hat: Der Text eines deutschen Autoren wird aus der Originalsprache ins Französische, aus dem Französischen ins Georgische, aus dem Georgischen ins Norwegische und aus dem Norwegischen ins kanadische Englisch übersetzt. Die Übersetzerin Patricia Klobusiczky behält den Überblick und fertigt die letzte Variante live und damit „gläsern“ an. Verglichen wird diese schließlich mit einer Google-Translation – und dem Original.

Zentraler Bestandteil eines jeden Gastlandauftrittes auf der Frankfurter Buchmesse ist die Einrichtung eines umfangreichen Übersetzungsförderungsprogramms, das die Literatur der jeweiligen Länder in unterschiedliche Sprachräume trägt. Somit steht auch die Tätigkeit des Übersetzens bei jedem Ehrengastauftritt im Mittelpunkt. Die Präsenz in Frankfurt sorgt für die Vernetzung des Literaturbetriebes auf internationaler Ebene sowie für die nachhaltige Stärkung des Rechte- und Lizenzhandels. Die Frankfurter Buchmesse begleitet alle Aktivitäten dieser weltweit größten Offensive für Literatur. Viele Gastländer nehmen ihren Auftritt in Frankfurt zum Anlass, ihr Land und ihr kulturelles Schaffen über unterschiedliche Sparten hinweg in ganz Deutschland zu präsentieren – durchschnittlich 500 Veranstaltungen finden begleitend über das Jahr in der gesamten Bundesrepublik statt.

Unter dem Motto „17 Orte – 17 Ideen“ öffnen das Auswärtige Amt und seine Partner für einen Abend eine Vielzahl an interessanten Räumen in der Hauptstadt, um die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik erlebbar zu machen und Menschen zu bewegen. Die „Lange Nacht der Ideen“ zeigt, wie sehr Außen und Innen in der Kultur zusammen gehören und wie kulturelle Praxis kulturelle Politik verbessern und beeinflussen kann. Das aktuelle Programm finden Sie hier: http://menschenbewegen.jetzt.

Für Fragen rund um die „Lange Nacht der Ideen“ können Sie sich entweder beim Pressereferat des Auswärtigen Amts (presse@diplo.de; Tel: 030 – 5000 – 2058/59) oder bei der mit der Koordinierung der Kommunikation beauftragten Dr. Gabriele Minz GmbH (presse@minzgmbh.de; Tel: 030 – 8847 139 66) melden.

Über die Frankfurter Buchmesse
Die Frankfurter Buchmesse ist mit über 7.150 Ausstellern aus 106 Ländern, rund 278.000 Besuchern, über 4.000 Veranstaltungen und rund 10.000 akkreditierten Journalisten, davon 2.400 Bloggern die größte Fachmesse für das internationale Publishing. Darüber hinaus ist sie ein branchenübergreifender Treffpunkt für Player aus der Filmwirtschaft und der Gamesbranche. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet seit 1976 der jährlich wechselnde Ehrengast, der dem Messepublikum auf vielfältige Weise seinen Buchmarkt, seine Literatur und Kultur präsentiert. Die Frankfurter Buchmesse organisiert die Beteiligung deutscher Verlage an rund 20 internationalen Buchmessen und veranstaltet ganzjährig Fachveranstaltungen in den wichtigen internationalen Märkten. Mit der Gründung des Frankfurt Book Fair Business Clubs bietet die Frankfurter Buchmesse Unternehmern, Verlegern, Gründern, Vordenkern, Experten und Visionären ideale Voraussetzungen für ihr Geschäft. Die Frankfurter Buchmesse ist ein Tochterunternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. www.buchmesse.de

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