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Goldschmidt+

Ein neues Format für das Goldschmidt-Programm für junge Literaturübersetzer*innen

Gruppenfoto Goldschmidt-Programme

März, Mai, Oktober und November 2026

Das Georges-Arthur-Goldschmidt-Programm richtet sich an Literaturübersetzer*innen aus der Schweiz, aus Frankreich und Deutschland und, seit 2025, auch aus Österreich. Das Stipendienprogramm wird gemeinsam von der Frankfurter Buchmesse, France Livre, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und dem österreichischen Bundesministerium für Europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) organisiert und vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) unterstützt. 

Um Übersetzer*innen eine kontinuierliche Weiterbildung zu bieten, findet das Programm 2026, -wie bereits 2024, in anderer Form statt. Goldschmidt+ richtet sich ausschließlich an ehemalige Teilnehmer*innen des Goldschmidt-Programms, die zu Programmbeginn maximal 35 Jahre alt sind. Ziel des neuen Formates ist es, die Kompetenzen der Teilnehmenden zu vertiefen, ihr Netzwerk auszubauen und ihre Arbeit sichtbarer zu machen.

Das Goldschmidt+ Programm 2026 sieht dafür vier Module vor, die über das Jahr verteilt in Deutschland, der Schweiz und in Frankreich stattfinden werden. Jedes Modul knüpft an ein lokales Literaturfestival oder eine Buchmesse an, um die Arbeit der Literaturübersetzer*innen ins Rampenlicht zu rücken und ihnen eine Weiterbildung und Vernetzung innerhalb der Branche zu ermöglichen:

Die Module des Goldschmidt+ Programms:

Modul 1Modul 2Modul 3Modul 4
Einführungsseminar in Frankfurt
(Deutschland, 
23. – 25. März 2026)
Fachseminar und Teilnahme an den Solothurner Literaturtagen 
(Schweiz, 13. – 17. Mai 2026)
Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse 
(Deutschland, 06. – 10. Oktober 2026) 
Fachseminar und Teilnahme an den Assises de la traduction littéraire in Arles 
(Frankreich, 04. – 09. November 2026)

Teilnahmebedingungen:

Das Goldschmidt+ Programm richtet sich an ehemalige Programmteilnehmer*innen, die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Altersgrenze bei Programmbeginn: 35 Jahre
  • Fester Wohnsitz in Frankreich, Deutschland oder der Schweiz
  • Tätigkeit als Literaturübersetzer*in
  • Bereitschaft, den Beruf des Literaturübersetzers / der Literaturübersetzerin im Rahmen von Branchenveranstaltungen vorzustellen 

Diese Unterlagen müssen uns zugesandt werden:

  • Liste publizierter Übersetzungen, wenn vorhanden
  • Lebenslauf
  • Motivationsschreiben
  • Konzeptvorschlag für eine Veranstaltung zum Thema Übersetzung (z.B. Workshop über Vertragsverhandlungen, Übersetzerförderung, usw.)

HINWEIS: 2027 wird das Goldschmidt-Programm wieder in seiner ursprünglichen Form stattfinden. Es wird sich wie gewohnt aus zwei Übersetzungswerkstätten und Treffen mit Fachleuten der Buchbranche in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich zusammensetzen.

Das sagen ehemalige Teilnehmer*innen zum Programm

Die Persönlichkeit hinter dem Programm

Georges Arthur Goldschmidt

Das Stipendienprogramm wird gemeinsam von der Frankfurter Buchmesse, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), France Livre, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und dem österreichischen Bundesministerium für internationale und europäische Angelegenheiten (BMEIA) organisiert.

Das Stipendienprogramm wird gemeinsam von der Frankfurter Buchmesse, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), France Livre, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und dem österreichischen Bundesministerium für internationale und europäische Angelegenheiten (BMEIA) organisiert.

Seit 2007 ist Georges-Arthur Goldschmidt Schirmherr des nach ihm benannten deutsch-französischen Literaturübersetzer-Programms. Georges-Arthur Goldschmidt wird am 2. Mai 1928 in Reinbek bei Hamburg geboren. 1938 werden er und sein älterer Bruder nach Frankreich ins Exil gebracht, wo sie der Verfolgung durch die Nazis entgehen. Goldschmidt nimmt die französische Staatsbürgerschaft an und das Französische wird seine Sprache. Bald macht er sich als Übersetzer deutscher Literatur einen Namen. Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer verfasst Goldschmidt zahlreiche Essays und autobiografische Texte.

FAQ

Das Goldschmidt Programm ist 2024 nur offen für ehemalige Programmteilnehmer*innen, die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Altersgrenze bei Programmbeginn: 30 Jahre (in Ausnahmefällen 35 Jahre)
  • Fester Wohnsitz in Frankreich, Deutschland oder der Schweiz
  • Tätigkeit als Literaturübersetzer*in
  • Bereitschaft, den Beruf der Übersetzer*innen während der literarischen Veranstaltungen und in den Schulen/Universitäten vorzustellen

  • Veröffentlichungsliste, wenn vorhanden
  • Lebenslauf
  • Konzeptvorschlag für eine Veranstaltung zum Thema Übersetzung auf einem der Partnerfestivals

 

Neben dem Goldschmidt+ noch ein weiteres Stipendienprogramm entdecken

Goldschmidt-Programm 2018 Teilnehmer

Das Goldschmidt-Programm

Mit dem Goldschmidt-Programm geben wir fünf deutschsprachigen und fünf französischsprachigen Nachwuchsübersetzern die Möglichkeit Verlage in Frankreich, Deutschland, Österreich und in der Schweiz kennenzulernen und wichtige internationale Kontakte zu knüpfen. Das Goldschmidt-Programm 2025 findet vom 5. Februar bis 29. März 2025 statt.

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Die Teilnehmenden 2026

 Ulrike Rehberg

Ulrike Rehberg hat 2023 durch das Goldschmidt-Programm zur Übersetzung gefunden und überträgt seitdem Bücher aus dem Französischen und Englischen ins Deutsche.

Ulrike Rehberg hat 2023 durch das Goldschmidt-Programm zur Übersetzung gefunden und überträgt seitdem Bücher aus dem Französischen und Englischen ins Deutsche.

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Sula Textor

Sula Textor übersetzt aus dem Französischen und Englischen ins Deutsche, überwiegend Prosa, Essayistisches und Theatertexte.

Sula Textor übersetzt aus dem Französischen und Englischen ins Deutsche, überwiegend Prosa, Essayistisches und Theatertexte.

Sie hat in Heidelberg, Paris und Potsdam englische Philologie, Kunstgeschichte und Komparatistik studiert und war anschließend in der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung und Lehre sowie im Kulturbereich tätig. Nach der Teilnahme am Georges-Arthur-Goldschmidt-Programm 2022 erschien im Dörlemann Verlag ihre erste Romanübersetzung. Inzwischen lebt sie als freiberufliche Literaturübersetzerin in Berlin.

Ela zum Winkel

Ela zum Winkel übersetzt aus dem Französischen. Mehrsprachig aufgewachsen in Frankfurt am Main, studierte sie Translationswissenschaft und Darstellende Kunst in Wien und Paris.

Ela zum Winkel übersetzt aus dem Französischen. Mehrsprachig aufgewachsen in Frankfurt am Main, studierte sie Translationswissenschaft und Darstellende Kunst in Wien und Paris.

Zu ihren Übersetzungen zählen Romane, Theaterstücke, Comics und Essays, darunter zuletzt Werke von Djaïli Amadou Amal, Charline Effah und Ruth Zylberman. Zudem ist sie in wechselnden Konstellationen am Theater tätig. Sie lebt in Wien.

Luisa Maria Schulz

Luisa Maria Schulz übersetzt aus dem Französischen und Italienischen. Sie hat Philosophie und Literaturwissenschaften in Paris studiert.

Luisa Maria Schulz übersetzt aus dem Französischen und Italienischen. Sie hat Philosophie und Literaturwissenschaften in Paris studiert.

Übersetzerisch interessiert sie sich vor allem für Gedichte, knappe und widerspenstige Prosa und (eher persönliche) philosophische Essays. Zuletzt übersetzte sie Alice au pays des idées von Roger-Pol Droit. Neben dem Übersetzen arbeitete sie unter anderem journalistisch und als Betreuerin für Geflüchtete.

Steven Wyss

Steven Wyss, geboren 1992 in Thun, übersetzt Literatur aus dem Französischen, u. a. Douna Loup, Jérémie Gindre und C. F. Ramuz.

Steven Wyss, geboren 1992 in Thun, übersetzt Literatur aus dem Französischen, u. a. Douna Loup, Jérémie Gindre und C. F. Ramuz.

Für seine Übertragungen von Ramuz‘ Romanen erhielt er 2023 eine literarische Auszeichnung der Stadt Zürich, 2024 einen Werkbeitrag des Kantons Zürich. 2023 wurde er mit dem Kulturförderpreis der Stadt Thun ausgezeichnet. Er ist auch als Literaturvermittler und Moderator tätig und lebt in Zürich.

Camille Logoz

Camille Logoz lebt im schweizerischen Lausanne und übersetzt Romane, Theaterstücke, Sachbücher, Comics und Jugendliteratur aus dem Deutschen ins Französische.

Camille Logoz lebt im schweizerischen Lausanne und übersetzt Romane, Theaterstücke, Sachbücher, Comics und Jugendliteratur aus dem Deutschen ins Französische.

Darüber hinaus arbeitet sie als Regieassistentin, Lehrerin und Literaturvermittlerin, sowie in einem Verlag. Sie ist Vizepräsidentin des A*dS - Autorinnen und Autoren der Schweiz.

Régis Quatresous

Régis Quatresous übersetzt aus dem Deutschen, Englischen und seit Kurzem auch aus dem Russischen ins Französische.

Régis Quatresous übersetzt aus dem Deutschen, Englischen und seit Kurzem auch aus dem Russischen ins Französische.

Er fertigte die Übersetzung von Reiner Stachs Kafka-Biografie an. Zudem erstellte er Neuübersetzungen von Kleists Anekdoten und Kafkas Prozeß. Er widmet sich zunehmend auch der Übersetzung von dramatischen Texten und Kurzprosa. Darüber hinaus ist er als Schriftsteller tätig, ein erster Erzählband ist 2026 erschienen.

Fanny Bouquet

Fanny Bouquet studierte Geschichte, Sozialwissenschaften und Kulturmanagement.

Fanny Bouquet studierte Geschichte, Sozialwissenschaften und Kulturmanagement.

Seit 2017 arbeitet sie als Übersetzerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kulturmanagerin für audiovisuelle Medien, darstellende Kunst und Museen. 2024 besucht sie die Ecole de Traduction Littéraire in Paris und erhält ein Archipelagos-Stipendium. 2025 nimmt sie am Georges-Arthur-Goldschmidt-Programm teil.

Aloïse Denis

Aloïse Denis übersetzt aus dem Deutschen und Spanischen ins Französische.

Aloïse Denis übersetzt aus dem Deutschen und Spanischen ins Französische.

Sie hat 2015 am Goldschmidt-Programm teilgenommen und 2023 eine Ausbildung an der École de traduction littéraire (ETL) absolviert. 2025 wurde ihre Übersetzung Sobald wir angekommen sind von Micha Lewinsky für den französischen Literaturpreis Prix Médicis nominiert. Eine zweite ihrer Übersetzungen, Un indicible espoir von Michel Friedman, erhielt im gleichen Jahr eine Nominierung für den Prix André Malraux.

Aurélien Jauch

Aurélien Jauch wohnt seit zwölf Jahren in Süddeutschland und ist Übersetzer sowie Konferenzdolmetscher.

Aurélien Jauch wohnt seit zwölf Jahren in Süddeutschland und ist Übersetzer sowie Konferenzdolmetscher.

Er unterrichtet zudem Dolmetschen an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Sein besonderes Interesse gilt dem autobiografischen Schreiben, der engagierten Literatur sowie den Literaturen des Imaginären, insbesondere der Fantasy, die er als Raum politischer Auseinandersetzung erkundet.

Warum teilnehmen?

Wenn Sie Ihr Netzwerk ausbauen und sich Know How aneignen wollen, sollten Sie sich für das renommierte Goldschmidt Programm bewerben.