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Das Goldschmidt-Programm 2023 findet vom Februar bis April statt.

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Das Georges-Arthur-Goldschmidt-Programm richtet sich an junge Literaturübersetzer aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland. Es ermöglicht fünf deutschsprachigen und fünf französischsprachigen Nachwuchs-Übersetzern, Verlage in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz kennenzulernen. Dabei arbeiten sie unter der Anleitung erfahrener Übersetzer an eigenen Projekten. Das Stipendienprogramm wird gemeinsam von der Frankfurter Buchmesse, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), dem Bureau International de l’Édition Française (BIEF) und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia organisiert. Die Teilnehmer erhalten ein monatliches Stipendium des DFJW in Höhe von 900 Euro.

Was erwartet Sie beim Goldschmidt-Programm?

Seminare und Werkstätten

Sechs Wochen lang (drei Wochen in Berlin im Literarischen Colloquium Berlin und drei Wochen in Arles im Centre International des Traducteurs Littéraires) arbeiten die Teilnehmer*innen in Werkstätten an ihrem Übersetzungsprojekt. Die intensive Arbeit am Text erfolgt in Tandem und in Plenum. Diese Werkstätten werden von zwei renommierten Literaturübersetzerinnen angeleitet. Die Teilnehmer*innen lernen auch ihre Übersetzungsprojekte Verlegern vorzustellen.

Vernetzung

Die jungen Übersetzer*innen aus den drei Ländern sind in ständigem Austausch. Das Programm organisiert Verlagsbesuche in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, damit sich die Teilnehmer*innen mit Verlegern und Lektoren vernetzen können.

Übersetzungsprojekt

Während des Workshops arbeiten die Teilnehmer an einem französischsprachigen Titel als Übersetzungsprojekt. Weitere Informationen zum Übersetzungsprojekt finden Sie hier.

Stipendium

Die Teilnehmer erhalten ein monatliches Stipendium von 900 Euro. Die Reisekosten zu den verschiedenen Programmorten werden teilweise übernommen.

Das sagen ehemalige Teilnehmer*innen zum Programm

Jetzt bewerben für das Goldschmidt-Programm 2023

Bewerbung Goldschmidt- Programm 2023

Die benötigten Unterlagen im FAQ.
Bewerbungsschluss: 30. September 2022
Kontakt bei Rückfragen: Louise Bonmartel, bonmartel@buchmesse.de

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Die Persönlichkeiten hinter dem Programm

Isabelle Liber

Isabelle Liber

Nachdem sie Linguistik studiert, einen Studiengang deutscher und französischer Sprache und Literatur in Strasbourg und einen Master Verlagswesen an der Sorbonne abgeschlossen hatte, veröffentlichte Isabelle Liber 2002 ihre erste Übersetzung aus dem Deutschen bei Actes Sud. 2005 nahm sie selbst an dem Goldschmidt Programm teil.

Nachdem sie Linguistik studiert, einen Studiengang deutscher und französischer Sprache und Literatur in Strasbourg und einen Master Verlagswesen an der Sorbonne abgeschlossen hatte, veröffentlichte Isabelle Liber 2002 ihre erste Übersetzung aus dem Deutschen bei Actes Sud. 2005 nahm sie selbst an dem Goldschmidt Programm teil.

Im Verlauf der Zeit ist ihre kleine „persönliche Bibliothek“ an Übersetzungen weiter gewachsen: Romane, Kurzgeschichten, Kunstbücher, Sachbücher, Jugendbücher … . Und viel will sie noch entdecken!

Claudia Hamm

Claudia Hamm

Claudia Hamm fand über die Theaterregie an zahlreichen Bühnen in Frankreich, Italien und im deutschsprachigen Raum, das Schreiben von Essays und Theatertexten und lange Aufenthalte in Frankreich, Mexiko und Chile zum Literaturübersetzen.

Claudia Hamm fand über die Theaterregie an zahlreichen Bühnen in Frankreich, Italien und im deutschsprachigen Raum, das Schreiben von Essays und Theatertexten und lange Aufenthalte in Frankreich, Mexiko und Chile zum Literaturübersetzen.

Für ihre Übertragungen u.a. von Emmanuel Carrère, Joseph Andras, Édouard Levé, Mathias Énard, Ivan Jablonka und Nathalie Quintane war sie für den Übersetzerpreis der Leipziger Buchmesse und den Christoph-Martin-Wieland-Preis nominiert und erhielt den Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Sie ist Mitgründerin des Festivals translationale berlin und unterrichtete u.a. an der Akademie für Bildende Künste Wien, der Freien Universität Berlin, der Uni Göttingen und den Literaturinstituten Bern und Hildesheim.

Georges Arthur Goldschmidt

Schirmherr Georges-Arthur Goldschmidt

Das Stipendienprogramm wird gemeinsam von der Frankfurter Buchmesse, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), dem Bureau International de l’Édition Française (BIEF) und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia organisiert.

Das Stipendienprogramm wird gemeinsam von der Frankfurter Buchmesse, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), dem Bureau International de l’Édition Française (BIEF) und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia organisiert.

Seit 2007 ist Georges-Arthur Goldschmidt Schirmherr des nach ihm benannten deutsch-französischen Literaturübersetzer-Programms. Georges-Arthur Goldschmidt wird am 2. Mai 1928 in Reinbek bei Hamburg geboren. 1938 werden er und sein älterer Bruder nach Frankreich ins Exil gebracht, wo sie der Verfolgung durch die Nazis entgehen. Goldschmidt nimmt die französische Staatsbürgerschaft an und das Französische wird seine Sprache. Bald macht er sich als Übersetzer deutscher Literatur einen Namen. Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer verfasst Goldschmidt zahlreiche Essays und autobiografische Texte.

Ihr Übersetzungsprojekt

Das Übersetzungsprojekt ist der französischsprachige Titel, an dem der Bewerber während der Workshops arbeiten möchte. Ziel des Goldschmidt-Programms ist es, den literarischen Austausch zwischen dem deutschsprachigen und dem französischsprachigen Raum zu fördern. Deshalb sind folgende Aspekte bei der Auswahl des Projekts zu berücksichtigen:

Die Voraussetzungen

  • Die Übersetzungsrechte wurden noch nicht nach Deutschland verkauft.
  • Der ausgewählte Autor hat noch keinen festen deutschsprachigen Übersetzer.
  • Der Titel ist bei einem professionellen französischsprachigen Verlag erschienen.
  • Der ausgewählte Titel soll entweder im laufenden Jahr erschienen sein oder eine Wiederentdeckung sein.

FAQ

Wer kann sich bewerben?

Junge Literaturübersetzer und -Übersetzerinnen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz.

Was sind die Teilnahmebedingungen?

  • Altersgrenze: 30 Jahre (in Ausnahmefällen: 35)
  • Universitätsabschluss und/oder eine bereits veröffentlichte literarische Übersetzung
  • Verfügbarkeit für die gesamte Programmdauer (Februar bis April)
  • Wohnsitz in Frankreich, Deutschland oder der Schweiz
  • Es obliegt den Teilnehmer*innen, sich für die Programmdauer ausreichend zu versichern.

Wann ist der Bewerbungsschluss?

Bewerbungsschluss: 30. September

Welche Unterlagen sind benötigt?

- Lebenslauf
- Probeübersetzung
- Originaltext der Probeübersetzung

Gegebenenfalls Auszug aus einer bereits veröffentlichten literarischen Übersetzung aus dem Französischen:

- Übersetzung
- Entsprechender Originaltext

Die Teilnehmer 2022

Goldschmidt-Programm 2022

Madeline Aeschlimann

Madeline Aeschlimann, geboren am 18. Mai 1992, studierte Sprachen und Übersetzung in Besançon, Montreal und Genf.

Madeline Aeschlimann, geboren am 18. Mai 1992, studierte Sprachen und Übersetzung in Besançon, Montreal und Genf.

Was sie am Übersetzen mag, ist die Arbeit mit verschiedenen Stilen, das Spielen mit Wörtern und Sätzen, bis die Übersetzung der Botschaft und dem Stil des Autors gerecht wird. Während sie auf die Gelegenheit wartet, ein literarisches Werk oder ein Buch zur Persönlichkeitsentwicklung zu übersetzen, arbeitet sie als Energietherapeutin und Wellnessberaterin.

Übersetzungsprojekt: Zeit der Wildschweine, Kai Wieland, Klett-Cotta, 2020

Goldschmidt-Programm 2022

Pauline Fois

Pauline Fois studierte Germanistik in Toulouse und Dresden. Nach ihrem Master in Übersetzungswissenschaft verbrachte sie zwei Jahre im Ausland, wo sie in verschiedenen Berufen tätig war.

Pauline Fois studierte Germanistik in Toulouse und Dresden. Nach ihrem Master in Übersetzungswissenschaft verbrachte sie zwei Jahre im Ausland, wo sie in verschiedenen Berufen tätig war.

Seit ihrem Umzug nach Leipzig arbeitet sie unter anderem als Moderatorin und Dolmetscherin und interessiert sich sowohl für Literatur- als auch für Theaterübersetzung. 2021 nahm sie an der Theater-Transfer-Werkstatt teil.

Übersetzungsprojekt: Revolver Christi, Anna Albinus, edition.fotoTAPETA, 2021

Goldschmidt-Programm 2022

Tsara Hilbold

Tsara Hilbold versteht sich als Kulturvermittlerin. Durch ihre Leidenschaft für Literatur beschäftigte sie sich zunächst im Rahmen ihrer Masterarbeit mit der Rezeption von Peter Handke in Frankreich und Deutschland.

Tsara Hilbold versteht sich als Kulturvermittlerin. Durch ihre Leidenschaft für Literatur beschäftigte sie sich zunächst im Rahmen ihrer Masterarbeit mit der Rezeption von Peter Handke in Frankreich und Deutschland.

Nach einem trinationalen Master in grenzüberschreitender Kooperation und interkultureller Kommunikation widmete sie sich dem Empfang junger ausländischer Freiwilliger in Frankreich. Nun gibt sie Deutschunterricht an französischen Schulen und an der Universität Straßburg, an der sie 2020 Literaturübersetzung unterrichten konnte.

Übersetzungsprojekt: Monster, Kurt Palm, Hanser, 2019

Goldschmidt-Programm 2022

Thea Kruse

Thea Marlene Kruse, geboren und aufgewachsen in Flensburg, studierte im binationalen Bachelor Deutsch-Französische Studien in Regensburg und Clermont-Ferrand und absolvierte anschließend einen Master in Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg.

Thea Marlene Kruse, geboren und aufgewachsen in Flensburg, studierte im binationalen Bachelor Deutsch-Französische Studien in Regensburg und Clermont-Ferrand und absolvierte anschließend einen Master in Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg.

Längere Praktika führten sie zudem nach Straßburg (ARTE) und Brüssel (Heinrich-Böll-Stiftung). Neben dem Studium arbeitete sie unter anderem für ein völkerrechtliches Forschungsinstitut, stand als Extrachor-Sängerin auf der Opernbühne und übersetzte für ein deutsch-französisches Kulturzentrum. Sie interessiert sich besonders für die sprachliche Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Fragen in ihren zahlreichen literarischen Gestalten. Daher begeistert sie sich nicht nur für das Übersetzen von Belletristik, sondern auch für politische Texte, sozialwissenschaftliche Literatur und Essays.

Übersetzungsprojekt: Le Rapport chinois, Pierre Darkanian, Anne Carrière, 2021

Goldschmidt-Programm 2022

Delphine Meylan

Delphine Meylan (*1988) hat an der Universität Genf Übersetzung (Deutsch, Englisch und Italienisch ins Französische) studiert.

Delphine Meylan (*1988) hat an der Universität Genf Übersetzung (Deutsch, Englisch und Italienisch ins Französische) studiert.

Anschließend arbeitete sie unter anderem für die Schweizer Bundesverwaltung in Bern und als freiberufliche Übersetzerin. Parallel dazu hat sie literarische Übersetzungsprojekte in Angriff genommen und 2021 ein aus dem Italienischen übersetztes Theaterstück veröffentlicht.

Übersetzungsprojekt: Feuerland, Michael Hugentobler, DTV, 2021

Goldschmidt-Programm 2022

Lina Robertz

Seit dem Studium reist Lina Robertz zwischen Deutschland und Frankreich hin und her. Den Bachelorstudiengang Deutsch-Französische Studien absolvierte sie in Bonn und Paris, das Masterstudium Literaturübersetzen in Düsseldorf und Toulouse.

Seit dem Studium reist Lina Robertz zwischen Deutschland und Frankreich hin und her. Den Bachelorstudiengang Deutsch-Französische Studien absolvierte sie in Bonn und Paris, das Masterstudium Literaturübersetzen in Düsseldorf und Toulouse.

Danach zog es sie erneut nach Paris, dieses Mal für ein Praktikum in einer Übersetzungsagentur. Ihre erste literarische Übersetzung fertigte sie hoch oben in den Bergen des Haut-Languedoc an, die zweite auf der Nordseeinsel Juist. Von dort ging es nach Hamburg, für ein Volontariat im Lektorat des Hoffmann und Campe Verlags. Auch dem Norden ist sie sehr verbunden, spätestens seit ihrer Zeit in der dänischen Højskole Krabbesholm. Lina Robertz übersetzt Literatur aus dem Französischen, Dänischen und Englischen ins Deutsche.

Übersetzungsprojekt: Les Héroiques, Paulina Dalmayer, Grasset, 2021

Goldschmidt-Programm 2022

Rita-Lynn Stein

Rita-Lynn Stein wurde in Bukarest geboren und ist zwischen Rumänien, Deutschland und Frankreich aufgewachsen. Sie hat in Paris an der École Normale Supérieure und der Sorbonne studiert und war lange Mitglied der Internationalen Rilke Gesellschaft und der Unité de recherche Paul Celan an der ENS.

Rita-Lynn Stein wurde in Bukarest geboren und ist zwischen Rumänien, Deutschland und Frankreich aufgewachsen. Sie hat in Paris an der École Normale Supérieure und der Sorbonne studiert und war lange Mitglied der Internationalen Rilke Gesellschaft und der Unité de recherche Paul Celan an der ENS.

Sie an verschiedenen Hochschulen in Paris Deutsch unterrichtet und publiziert gleichzeitig literarische und wissenschaftliche Texte und Übersetzungen.

Übersetzungsprojekt: Comme la chienne, Louise Chennevière, P.O.L., 2021

Goldschmidt-Programm 2022

Merle Struve

Merle Struve wuchs mit Hoch- und Plattdeutsch auf. Dann entdeckte sie das Französische für sich.

Merle Struve wuchs mit Hoch- und Plattdeutsch auf. Dann entdeckte sie das Französische für sich.

Nach Etappen in Frankreich, Belgien und der Schweiz sowie einem Master in Konferenzdolmetschen an der TH Köln zog sie an die Flensburger Förde. Neben ihrer übersetzerischen Tätigkeit unterrichtet sie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Langsam, aber sicher lernt sie auch Dänisch.

Übersetzungsprojekt: Une loge en mer, Magali Desclozeaux, Éditions du Faubourg, 2021

Goldschmidt-Programm 2022

Sula Textor

Sula Textor hat Englische Philologie, Europäische Kunstgeschichte und Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft in Heidelberg, Paris und Potsdam studiert.

Sula Textor hat Englische Philologie, Europäische Kunstgeschichte und Vergleichende Literatur- und Kunstwissenschaft in Heidelberg, Paris und Potsdam studiert.

Sie übersetzt Prosa und Lyrik aus dem Französischen und dem Englischen. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam und interessiert sich auch aus komparatistischer Sicht für Bewegungen von Stimmen und Texten zwischen Sprachen.

Übersetzungsprojekt: Sages femmes, Marie Richeux, Sabine Wespieser Éditeur, 2021

Goldschmidt-Programm 2022

Jeffrey Trehudic

Jeffrey Trehudic studierte zuerst Internationale Beziehungen und Übersetzung am ISIT, dann Kulturvermittlung und Übersetzung an der Sorbonne Université.

Jeffrey Trehudic studierte zuerst Internationale Beziehungen und Übersetzung am ISIT, dann Kulturvermittlung und Übersetzung an der Sorbonne Université.

Er lebt heute in Berlin und arbeitet mal im deutsch-französischen Kulturbereich und mal als freiberuflicher Übersetzer für u.a. die Literaturzeitschrift Litterall. Er interessiert sich besonders für queere Literatur und die Zusammenhänge zwischen Politik, Intimität und Übersetzung.

Übersetzungsprojekt: So schön, Ronald M. Schernikau, Verbrecher Verlag, 2021

Warum teilnehmen?

Wenn Sie Ihr Netzwerk ausbauen und sich Know How aneignen wollen, sollten Sie sich für das renommierte Goldschmidt Programm bewerben.