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“Der ideale Zeitpunkt für Start-ups den Markt zu erobern” Interview mit EdTech-Experte Tobias Himmerich

Der Bereich Bildung ist innerhalb der Publishing Branche besonders stark von der Digitalisierung herausgefordert. Deswegen bietet die Frankfurter Buchmesse mit Frankfurt EDU eine neue internationale Plattform für innovative Konzepte, Inhalte und Technologien der Bildungsbranche. Eine besondere Rolle für den Wandel spielen dabei EdTech-Unternehmen, die sich aus Start-ups entwickeln. Dazu interviewen wir Tobias Himmerich, CEO von EDUvation, Deutschlands größter Education Start-up Community. Er ist für die Start-up-Area im Rahmen von Frankfurt EDU verantwortlich.

Tobias Himmerich

Tobias Himmerich

CEO von EDUvation, Deutschlands größter Education Start-up Community. Er ist für die Start-up-Area im Rahmen von Frankfurt EDU verantwortlich.

CEO von EDUvation, Deutschlands größter Education Start-up Community. Er ist für die Start-up-Area im Rahmen von Frankfurt EDU verantwortlich.

 

1. Wer seid Ihr und warum organisiert Ihr mit der Frankfurter Buchmesse jetzt Frankfurt EDU?

Die EDUvation wurde von 8 erfolgreichen Start-ups im Bildungsbereich gegründet, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen an junge Gründerinnen und Gründer weiterzugeben. Wir wollen einen echten Impact im deutschen Bildungsbereich bewirken. Wir wollen innovative Ideen, Konzepte und Anwendungen im Bildungsbereich unterstützen.

Fast allen Start-ups fehlt es jedoch an Bekanntheit und Reichweite. Junge Unternehmen können sich natürlich kein teures — und gerade im Bildungsbereich — langwieriges Marketing leisten. Messen sind da die ideale Plattform um sein Produkt, seine App oder Dienstleistungen direkt der Zielgruppe zu präsentieren. Bei der Frankfurter Buchmesse ist besonders die internationale Ausrichtung sehr spannend. Sie ermöglicht es den Start-ups mal über Grenzen hinweg aktiv zu werden und neue Partner oder Kunden zu gewinnen.

2. Warum ist der Bildungsbereich sowohl für Start-ups wie für die Frankfurter Buchmesse so ein relevanter Markt?

Wenn man sich andere Märkte wie Reisen, Finanzen oder Handel anschaut, sieht man viele Erfolgsgeschichten von Start-ups, die z.T.die ganze Branche umgekrempelt haben. Im Bildungsbereich sind die wirklichen Innovationen eher selten und es gibt leider wenig große Erfolgsgeschichten. In der aktuellen Diskussion um die Zukunft des Arbeitens wird das Thema Bildung und Ausbildung aber immer wichtiger. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für Start-ups den Markt zu erobern.

3. Wie seht Ihr den Stand der Digitalisierung in der deutschen Bildungsbranche im Vergleich zur internationalen Konkurrenz?

Ich glaube, hier haben wir tatsächlich ein bisschen Nachholbedarf. Nicht nur in den anglo-amerikanischen Märkten, auch in Indien ist das Thema Digitalisierung im Bildungsbereich schon weit fortgeschritten. Natürlich gibt es auch in Deutschland viele positive Beispiele, aber in der breiten Schullandschaft sind immer noch nicht alle Vorzüge und Möglichkeiten bekannt.

4. Welche Besucher und Geschäftspartner sollten unbedingt zu Frankfurt EDU kommen? Und was sind die Highlights?

Die Start-ups auf der Messe werden viele innovative Ideen präsentieren. Für LehrerInnen werden hier neue Ansätze präsentiert. Einige Start-ups suchen gerade auf der Buchmesse nach Kooperationspartnern im Bereich Vertrieb oder Content. Es lohnt sich also auch für etablierte Unternehmen sich bei den Start-ups blicken zu lassen und sich zu informieren.

Vielen Dank für das Gespräch!

Frankfurt, 3. August 2018
Das Interview führte Frank Krings, PR Manager der Frankfurter Buchmesse.