Litprom Übersetzungsförderung
Ein Programm von Goethe-Institut und Frankfurter Buchmesse
Übersetzungsförderungsprogramm für Belletristik aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der arabischen Welt, Israel und der Türkei.
Seit 1984 ist Litprom (jetzt: Litprom – Promoting Global Stories, eine Initiative der Frankfurter Buchmesse) Anlaufstelle für die Förderung von Übersetzungen belletristischer Werke aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der arabischen Welt, Israel und der Türkei ins Deutsche.
Das Programm soll den literarischen Kulturaustausch anregen und stärken sowie die Veröffentlichung wichtiger Werke zeitgenössischer Autor*innen aus den genannten Weltregionen unterstützen.
Seit 2024 beteiligt sich das Goethe-Institut mit der Expertise aus seinem globalen Netzwerk an dem Programm und stellt die finanziellen Mittel bereit. Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Es fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Weitere Informationen finden Sie hier: Literatur — Goethe-Institut(opens in a new window).
Anträge für den Förderdurchgang 2026 können jetzt gestellt werden. Die Frist endet am 1. Juni 2026. Bitte beachten Sie unbedingt die Voraussetzungen und Richtlinien zur Antragstellung und benutzen Sie das nachstehende Formular
Alle wichtigen Informationen zur Antragstellung und zu den Förderrichtlinien (Bitte beachten Sie unbedingt alle folgenden Hinweise vor Ihrer Antragstellung!)
Anträge auf Zuschüsse können ausschließlich deutsche Verlage stellen.
Eine Antragstellung durch Übersetzer*innen oder Autor*innen ist nicht möglich.
Neue Richtlinie ab 2026: Pro Verlag kann in jeder Förderrunde nur ein Antrag auf Übersetzungskostenzuschuss gestellt werden.
Anträge werden ausschließlich zu bestimmten, hier veröffentlichten Fristen entgegengenommen.
Die Beantragung der Fördermittel für 2026 ist ab sofort bis 1. Juni 2026 möglich.
Wenn Sie regelmäßig über die Aktivitäten von Litprom (z.B. Fördermöglichkeiten, Antragsfristen und andere relevanten Branchen-News ) informiert werden möchten, registrieren Sie sich gerne für Mailings von Litprom: www.buchmesse.de/signup-litprom-news(opens in a new window)
Gefördert werden Übersetzungsprojekte im Bereich der Belletristik (einschließlich Kinder- und Jugendliteratur, Graphic Novels sowie Lyrik) aus Afrika, Asien, Lateinamerika, aus der arabischen Welt, Israel und der Türkei. Bezuschusst werden im Falle einer Förderung ausschließlich Übersetzungskosten. Es handelt sich hierbei nicht um eine Voll-, sondern um eine Teilförderung.
Wichtig: An Förderung interessierte Verlage müssen nachweislich ein Mindesthonorar von 22 Euro je Normseite (Prosa) an die Übersetzer*innen zahlen.
Übersetzte Texte, die sich zum Zeitpunkt der Jurysitzung (voraussichtlich Oktober oder November 2026) bereits im Druck befinden, können nicht mehr gefördert werden.
Übersetzungsprojekte, bei denen das Mindesthonorar für Übersetzer*innen von 22,- Euro je Normseite (Prosa) unterschritten wird. An Förderung interessierte Verlage müssen nachweislich das genannte Mindesthonorar an die Übersetzer*innen zahlen.
Zur Antragstellung bitte das Formular ausfüllen.
Bitte beachten Sie unbedingt die folgenden Hinweise für einzureichende Unterlagen sowie deren Benennung und Nummerierung. Anträge, die nicht den formalen Anforderungen entsprechen oder unvollständig sind, können nicht bearbeitet werden.
Alle Unterlagen müssen im PDF-Format eingereicht werden (im Antragsformular).
Erforderliche Unterlagen:
- Originaltext als PDF
- Übersetzungsprobe aus dem Originaltext (mindestens 20 Seiten, aussagekräftig, gut lektoriert)
- Scan des Lizenz- oder Optionsvertrags (beidseitig unterzeichnet)
- Scan des Übersetzungsvertrags (beidseitig unterzeichnet)
- Verlagsbegründung (warum dieses Buch und diese*r Autor*in); wir empfehlen ein sorgfältiges Verlagsgutachten auf max. zwei Seiten
- Vorläufige Verlagskalkulation (Einnahmen-Ausgaben-Plan)
Benennung der eingereichten Unterlagen:
1_Originaltext_Name_Verlag_Name Autor*in
2_Übersetzungsprobe_Name_Verlag_Name Autor*in
3_Lizenzvertrag_Name_Verlag_Name Autor*in
4_Übersetzungsvertrag_Name_Verlag_Name Autor*in
5_Verlagsbegründung_Name_Verlag_Name Autor*in
6_Verlagskalkulation_Name_Verlag_Name Autor*in
Litprom holt unabhängige Expert*innengutachten ein, die die literarische Bedeutung des Werks im Original sowie in der Übersetzung beurteilen. Mithilfe der Gutachten und der eingereichten Unterlagen entscheidet eine unabhängige Fachjury während einer Sitzung über die Anträge.
Eine gut lektorierte, aussagekräftige Übersetzungsprobe ist dringend zu empfehlen.
Die Auswahl der zu fördernden Übersetzungen wird von einer Fachjury getroffen. Die Zusammensetzung wird zu einem späteren Zeitpunkt im Frühjahr 2026 bekanntgegeben.
Förderzusagen sowie Absagen werden schnellstmöglich nach der Sitzung per E-Mail versendet. Für die bewilligten Anträge erfolgt die Auszahlung des Übersetzungskostenzuschusses in den Tagen nach der Sitzung der unabhängigen Fachjury.
2026 wird die Jurysitzung im Oktober oder November stattfinden.
- Zum Zeitpunkt der Jurysitzung darf sich der Titel noch nicht im Stadium der Drucklegung befinden, damit Litprom, eine Initiative der Frankfurter Buchmesse, und das Goethe-Institut als Förderer im Buch genannt werden und die entsprechenden Logos abgedruckt werden können. Der Passus für den Eindruck und das Logo werden mit der Bewilligung zugesandt oder können vorab zur Vorbereitung der schnelleren Drucklegung angefordert werden.
- Eine Erwähnung der Förderung auf der Website des Verlags, auf der das Buch angekündigt wird, ist ebenfalls erforderlich
- Ein Belegexemplar der Buchausgabe ist Litprom und dem Goethe-Institut zur Verfügung zu stellen.
- Das Einreichen einer Bestätigung der*s Übersetzer*in über die Höhe des vom Verlag gezahlten Übersetzungshonorars oder ein Überweisungsbeleg ist zwingend erforderlich.
- Der Verlag ist verpflichtet, Litprom über Änderungen an dem Übersetzungsprojekt, z. B. Verschiebung des Erscheinungstermins, zu informieren.
Bei Nichteinhaltung der oben genannten Bedingungen behalten wir uns das Recht vor, die Förderung zurückzuziehen und damit die zugesagte und evtl. schon überwiesene Fördersumme zurückzuverlangen.
Zur Antragstellung bitte das Formular ausfüllen.
Bitte laden Sie die vollständigen Unterlagen hoch. Bitte unbedingt die formalen Anforderungen beachten, sonst kann Ihr Antrag nicht berücksichtigt werden.
Kontakt:
Petra Kassler
Telefon: 069 / 2102-143
Antragsformular Litprom Übersetzungsförderung
Alle Formularfelder sind Pflichtangaben.
Übersetzungsförderungsprogramm für Belletristik aus Afrika, Asien und Lateinamerika, der arabischen Welt, Israel und der Türkei
Ergebnisse des Förderdurchgangs November 2025
Im Jahr 2025 hatten 22 deutsche Verlage insgesamt 28 Anträge für das Förderprogramm von Litprom und dem Goethe-Institut eingereicht. Davon wurden elf von der diesjährigen Fachjury bewilligt. Bezuschusst wurden die Übersetzungen von Titeln aus sechs Sprachen und neun Ländern (zzgl. weitere Länder, die in der Anthologie berücksichtigt werden), die sich auf drei Kontinente verteilen. Die Mehrzahl der Texte wurden von Autorinnen verfasst. Die Genrevielfalt umfasst neben Romanen auch eine Anthologie, Lyrik, autofiktionale Tagebücher und ein Kinderbuch.
Folgende Übersetzungsprojekte erhielten 2025 eine Förderung:
Alphabetisch nach Autor*innen sortiert. Die deutschen Titel sind Arbeitstitel.
- Djaïli Amadou Amal (Kamerun): „Le harem du roi”, dt. AT ‚Der Harem des Königs’. Roman, aus dem Französischen von Ela zum Winkel, Orlanda Verlag
- V. Balakrishnan, Chantal Bilodeau, Inua Ellams u.v.m. (u. a. Indien, Kanada, Nigeria/UK, Chile) ohne Titel, dt. AT: ‚Klima im Drama’. Anthologie mit Theatertexten aus dem Englischen von Henning Bochert, Neofelis Verlag
- Gaëlle Bélem (Frankreich/La Réunion): „Le fruit le plus rare ou La vie d’Edmond Albius”, dt. AT: ‚Die seltenste Frucht oder das Leben von Edmond Albius’. Roman, aus dem Französischen von Gudrun und Otto Honke, Peter Hammer Verlag
- Horacio Cavallo (Uruguay): „En el corazón del río”, dt. AT: ‚Im Herzen des Flusses’. llustrierte lyrische Prosa aus dem Spanischen von Silke Kleemann, Hagebutte Verlag
- Reem Gaafar (Sudan): „ Mouth full of Salt”, dt. AT: ‚Ein Mund voll Salz’. Roman, aus dem Englischen von Jost Burger, Mitteldeutscher Verlag • Besik Kharanauli (Georgien): ohne Titel, dt. AT: ‚Georgien gehört dir, nur dir! Poesie des Protests’. Lyrik, aus dem Georgischen von Julia Dengg & Nino Osepashvili, Dağyeli Verlag
- Koyama (Japan): „Koyama-san No-to”, dt. AT: ‚Koyama-sans Notizbücher’. Tagebücher, aus dem Japanischen von Dorothea Gielge, etece buch
- Amanda Lee Koe (Singapur): „Sister Snake”, dt. AT: ‚Schwester Schlange’. Roman, aus dem Englischen von Zoë Beck, CulturBooks
- Okwiri Oduor (Kenia): „Things They Lost”, dt. AT: ‚Dinge, die wir verloren’. Roman, aus dem Englischen von Thomas Brückner, akono Verla
- Hiroko Oyamada (Japan): „Kojo”, dt. AT: ‚Die Fabrik’. Roman, aus dem Japanischen von Nora Bierich, Rowohlt Verlag
- Zhang Yueran (China): „Cocoon”, dt. AT: ‚Cocoon’. Roman, aus dem Chinesischen von Karin Betz, HarperCollins Deutschland
Der Jury gehörten 2025 an:
- Dr. Wolf Iro, Bereichsleitung Literatur und Übersetzungsförderung, Goethe-Institut
- Claudia Kramatschek (Vorsitz / Sitzungsleitung), Literaturkritikerin, Moderatorin, Kulturmanagerin
- PD Dr. Pavan Malreddy, Anglophone Literaturen und Kulturen, Universität Potsdam
- Jun.-Prof. Dr. Magdalena Pfalzgraf, Juniorprofessorin für Anglistik, Universität Bonn, Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie
- Kerstin Schuster, freie Verlagsberaterin und Expertin für Rechte und Lizenzen • Gerrit Wustmann, freier Schriftsteller und Journalist, u. a. für Qantara (Deutsche Welle) und 54books
Die nächste Antragsfrist läuft bis zum 1. Juni 2026.
Informationen über die Arbeit von Litprom
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