Frankfurter Buchmesse kündigt Wechsel an der Unternehmensspitze an: Joachim Kaufmann folgt im Herbst 2026 auf Juergen Boos
Die Frankfurter Buchmesse stellt die Weichen für die Zukunft: Der international erfahrene Verlagsmanager Joachim Kaufmann wird im Herbst 2026 neuer Direktor der Frankfurter Buchmesse. Er folgt auf Juergen Boos, der das Unternehmen seit mehr als 20 Jahren erfolgreich geführt und die Messe als weltweit bedeutendstes Branchentreffen der Buch- und Medienindustrie nachhaltig geprägt hat. Im Oktober nach dem Ende der diesjährigen Buchmesse verabschiedet sich Juergen Boos in den Ruhestand.
Mit Joachim Kaufmann entscheidet sich die Frankfurter Buchmesse für eine Persönlichkeit an ihrer Spitze, die Verlagsperspektive, Markterfahrung und internationale Netzwerke in die weitere Entwicklung der Messe einbringen wird. Als langjähriger Geschäftsführer des Carlsen Verlags (Bonnier-Gruppe) verantwortete Kaufmann für Bonnier unter anderem die Expansion in neue Märkte sowie den Aufbau des Buchgeschäfts in Polen und China.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Beteiligungsgesellschaft, der Muttergesellschaft der Frankfurter Buchmesse, Karsten Schmidt-Hern erklärt:
"Wir freuen uns sehr, dass wir Joachim Kaufmann als neuen Geschäftsführer für die Frankfurter Buchmesse gewinnen konnten. Als außerordentlich erfolgreicher und international bestens vernetzter Verlagsmanager ist er der ideale Nachfolger für Juergen Boos. Wir sind überzeugt, dass Joachim Kaufmann die Erfolgsgeschichte der Frankfurter Buchmesse fortschreiben und zugleich neue Impulse setzen wird, damit die Messe traditionsbewusst und zukunftsfähig bleibt.“
Joachim Kaufmann sagt zu seiner bevorstehenden Aufgabe:
„Nach 20 großartigen Jahren bei Carlsen und der Bonnier-Gruppe freue ich mich sehr darauf, bald ein ganz neues Kapitel in meinem Berufsleben aufzuschlagen und die überaus erfolgreiche Arbeit von Juergen Boos weiterführen zu dürfen. Ich kann es kaum erwarten, mit einem tollen Team die bedeutendste Buchmesse der Welt weiterzuentwickeln. In ihrer Funktion als wichtigstes internationales Treffen der Buchbranche muss sie der zentrale Ort sowohl für den Rechtehandel als auch für den persönlichen Austausch der gesamten Buchwelt bleiben und sich permanent den Bedürfnissen ihrer Kunden anpassen. Außerdem sehe ich für den deutschsprachigen Markt beste Chancen, sie als größtes Festival für Buch und Lesen weit über Frankfurt hinaus auszubauen.“
Buchmessedirektor Juergen Boos ergänzt:
„Ich freue mich sehr, dass die Wahl meines Nachfolgers auf Joachim Kaufmann gefallen ist. Joachim kenne und schätze ich seit vielen gemeinsamen Jahren der Arbeit für die internationale Buchbranche und die Meinungsfreiheit. Er versteht es wie nur wenige andere Führungspersönlichkeiten in unserer Buchwelt, Menschen für seine Ideen und Überzeugungen zu gewinnen. Er und die gewachsene Kultur des Miteinanders im Team der Frankfurter Buchmesse passen ideal zusammen.“
Zum Werdegang von Joachim Kaufmann
Nach Stationen bei Herder, Christophorus, Bertelsmann (heute Penguin Random House) und Ravensburger in Vertrieb und Marketing übernahm Joachim Kaufmann (53) im Jahr 2006 die Geschäftsführung des Carlsen Verlags, der zur schwedischen Bonnier-Gruppe gehört. In den vergangenen 20 Jahren entwickelte sich Carlsen unter seiner Leitung zu einem der größten deutschen Publikumsverlage. Parallel zu seiner Tätigkeit bei Carlsen übernahm Kaufmann verschiedene Funktionen innerhalb der internationalen Bonnier-Gruppe und war Mitglied in unterschiedlichen Boards, zuletzt bei Bonnier Books UK.
Im Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist Joachim Kaufmann seit 2012 Mitglied im Ausschuss für Verlage. Seit rund zehn Jahren vertritt er zudem die deutschen Verlage auf internationaler Ebene, zunächst bei der International Publishers Association (IPA) und inzwischen bei der Federation of European Publishers (FEP).
Joachim Kaufmann tritt am 1. September 2026 in das Unternehmen ein. Juergen Boos bleibt bis zu seinem Ausscheiden voll verantwortlich für die Frankfurter Buchmesse 2026.
Joachim Kaufmann (Copyright Sascha Wysk)
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