Words Without Borders(Öffnet neues Fenster) wurde 2003 von Alane Mason, Programmleitung bei W. W. Norton, und der Übersetzerin Samantha Schnee, die seit zehn Jahren Vorstandsvorsitzende von WWB ist, gegründet. Es veröffentlicht internationale Literatur in englischer Übersetzung und trägt dazu bei, literarische Stimmen aus aller Welt zugänglicher zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf indigenen, vom Aussterben bedrohten und anderweitig vernachlässigten Sprachen.
Der Aficionado Award 2026 würdigt damit auch die zentrale Bedeutung von Übersetzer*innen für den internationalen Austausch und die Sichtbarkeit literarischer Stimmen aus unterschiedlichen Sprachräumen.
Die Jury äußert sich in einem Statement mit großem Lob: „Words Without Borders“ widmet sich seit über zwanzig Jahren einer einfachen, aber seltenen Aufgabe: dafür zu sorgen, dass Literatur, die nicht auf Englisch verfasst wurde, Leser erreicht, die Englisch lesen. Das Magazin stellte Autorinnen und Autoren wie Elena Ferrante, Olga Tokarczuk und Jon Fosse vor, lange bevor sie zu bekannten Namen wurden. Außerdem hunderte von Übersetzerinnen und Übersetzern sowie Autorinnen und Autoren, die in indigenen, vom Aussterben bedrohten und anderweitig übersehenen Sprachen arbeiten. Dieses Engagement hat sich nie auf die Seiten des Magazins beschränkt. Dieser Preis würdigt eine Organisation, die still und beständig den Kreis derer erweitert hat, deren Geschichten erzählt werden – und derer, die sie lesen dürfen.