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Allgemeiner Hinweis

Derzeit sind betrügerische und irreführende E-Mails sowie Angebote im Umlauf, die sich als Nachrichten der Frankfurter Buchmesse oder einzelner Personen aus unserem Umfeld ausgeben. Die Absenderinnen und Absender nutzen dabei den Namen das Logo oder andere öffentlich zugängliche Informationen der Frankfurter Buchmesse, um Vertrauen zu schaffen.

Die Nachrichten richten sich unter anderem an Ausstellende, Autorinnen und Autoren sowie Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner. Sie enthalten beispielsweise Aufforderungen zur Zahlung, Angebote für kostenpflichtige Einträge oder Autorenvertretungen sowie Anfragen nach Rechnungsunterlagen und vertraulichen Informationen.

Die nachfolgenden Beispiele geben einen Überblick über bekannte Fälle und typische Vorgehensweisen. Die Darstellung ist nicht abschließend. Betrugsversuche können in abgewandelter Form auftreten und auch professionell gestaltet sein.

Bekannte Betrugsmuster

Irreführende Eintragungsangebote für Ausstellerverzeichnisse und Kataloge

Derzeit sind betrügerische E-Mails im Umlauf, die sich als Nachrichten der Frankfurter Buchmesse ausgeben. Die Absenderinnen und Absender geben sich als Herausgeberinnen und Herausgeber inoffizieller Ausstellerverzeichnisse aus.

Ausstellenden werden vor Messen Einträge in minderwertigen Online-Verzeichnissen oder der Kauf inoffizieller Ausstellerverzeichnisse angeboten. Hinter diesen Angeboten verbergen sich häufig langfristige Zahlungsverpflichtungen über mehrere tausend Euro.

Aufforderungen, Rechnungsunterlagen zu senden oder Zahlungen umzuleiten

Derzeit sind betrügerische E-Mails im Umlauf, die sich als Nachrichten der Frankfurter Buchmesse oder unseres Direktors Juergen Boos ausgeben. Diese Nachrichten fordern dazu auf, Rechnungsunterlagen zu übermitteln oder Zahlungen umzuleiten.

Einladung als „Featured Virtual Author“

Derzeit sind betrügerische E-Mails im Umlauf, die sich als Nachrichten der Frankfurter Buchmesse ausgeben. Darin werden Autorinnen und Autoren zur Teilnahme am angeblichen Programm „Featured Virtual Author“ der Frankfurter Buchmesse 2026 eingeladen.

Die E-Mails versprechen internationale Sichtbarkeit und die Präsentation eigener Bücher. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass die Teilnahme nicht kostenlos sei. Informationen zur Registrierung und zu den Teilnahmegebühren sollen erst nach einer Antwort mit „Yes“ oder „Send Details“ übermittelt werden.

Dieses Programm und die entsprechenden Nachrichten stammen nicht von der Frankfurter Buchmesse.

Aufforderungen zur Zahlung zusätzlicher Logistikkosten

Derzeit sind betrügerische E-Mails im Umlauf, die sich als Nachrichten der Frankfurter Buchmesse ausgeben. Darin wird über angeblich entstandene zusätzliche Kosten im Rahmen einer laufenden Logistikabwicklung informiert. Als Begründung werden erhöhte Transport- und Kraftstoffkosten genannt.

Die E-Mails fordern dazu auf, einen bestimmten Betrag innerhalb einer kurzen Frist auf ein Bankkonto zu überweisen, das auf den Namen einer Privatperson lautet. Als Verwendungszweck wird unter anderem „RE 26333“ angegeben. Zugleich wird behauptet, mit dieser Zahlung seien sämtliche offenen Positionen abgedeckt und weitere Kosten nicht vorgesehen. Als zusätzlicher Kontext wird auf den geplanten Verkauf einer Sammlung im September verwiesen.

Angebote für eine angebliche Autorenvertretung bei der Frankfurter Buchmesse

Es liegen Hinweise zu Angeboten vor, bei denen Autorinnen und Autoren gegen Zahlung einer Gebühr eine angebliche Vertretung bei der Frankfurter Buchmesse und weiteren Buchmessen angeboten wird.

In einem gemeldeten Fall zahlte ein Autor 1.500 US-Dollar für die angebliche Vertretung seiner Bücher bei der Frankfurter Buchmesse sowie bei weiteren Veranstaltungen. Als Nachweis für die angebliche Präsentation wurde ihm lediglich eine digital erstellte Abbildung seiner Buchcover in einem virtuellen Bücherregal übermittelt. Ein überprüfbarer Nachweis für eine tatsächliche Präsentation vor Ort oder eine offizielle Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse lag nicht vor.

Dabei wird der Eindruck erweckt, die Bücher würden bei der Frankfurter Buchmesse vor Ort präsentiert und gezielt internationalen Rechtekäuferinnen und Rechtekäufern, Verlagen sowie Vertriebsunternehmen vorgestellt.

Die Frankfurter Buchmesse weist darauf hin, dass eine solche Autorenvertretung nicht von ihr autorisiert ist und dass die genannten Angebote nicht im Namen der Frankfurter Buchmesse erfolgen.

Aufforderungen zur Bestätigung einer angeblichen Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse

Derzeit sind betrügerische E-Mails im Umlauf, in denen sich Absenderinnen und Absender als Mitarbeitende der Frankfurter Buchmesse ausgeben. In einem aktuellen Fall wird der Name und die tatsächliche Funktion unserer Mitarbeiterin Claudia Kaiser verwendet, um Autorinnen und Autoren zur Bestätigung ihrer angeblichen Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2026 zu bewegen.

Die Nachrichten nehmen Bezug auf angebliche Gespräche mit Dritten und erwecken den Eindruck, dass bereits Produktionskapazitäten, logistische Leistungen und weitere organisatorische Vorkehrungen für die betreffende Person reserviert worden seien. Durch eine persönliche und emotional formulierte Ansprache soll eine direkte Rückmeldung erreicht werden.

Die E-Mail enthält zudem abweichende beziehungsweise fehlerhafte Internet- und E-Mail-Adressen, die den offiziellen Kommunikationswegen der Frankfurter Buchmesse ähneln.

Diese Nachricht stammt nicht von der Frankfurter Buchmesse.

So schützen Sie sich – die wichtigsten Regeln im Überblick

Bei verdächtigen Nachrichten oder Zahlungsaufforderungen gilt:

  • Nicht unter Druck setzen lassen: Dringlichkeit, Drohungen und ungewöhnlich kurze Fristen sind typische Warnsignale.
  • Nicht klicken: Öffnen Sie keine Links oder unerwarteten Anhänge und antworten Sie nicht direkt auf verdächtige Nachrichten.
  • Keine vertraulichen Daten weitergeben: Übermitteln Sie keine Passwörter, PINs, TANs, Sicherheitscodes, vollständigen Zahlungsdaten, Ausweiskopien oder Zugangsdaten.
  • Zahlungsaufforderungen unabhängig prüfen: Überweisen Sie kein Geld, bevor Sie Absender, Anlass, Betrag, Rechnungsnummer, Bankverbindung und Zahlungsempfänger geprüft haben.
  • Bekannte Kontaktwege nutzen: Bestätigen Sie ungewöhnliche Anfragen über einen bereits bekannten und unabhängigen Kontaktweg – nicht über die Kontaktdaten aus der verdächtigen Nachricht.
  • Nachrichten genau prüfen: Achten Sie auf abweichende Absenderadressen, ungewöhnliche Sprache, Rechtschreibfehler, widersprüchliche Angaben und neue Bankverbindungen.
  • Verdächtige Nachrichten sichern und melden: Bewahren Sie die Nachricht und alle zugehörigen Unterlagen auf und leiten Sie sie an notify@buchmesse.de weiter
  • Bei einem Schaden sofort handeln: Kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Bank beziehungsweise den Zahlungsdienstleister. Ändern Sie betroffene Passwörter und erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei.

So schützen Sie sich – ausführliche Hinweise

1. Ruhe bewahren und nichts überstürzen

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrugsversuche arbeiten häufig mit Dringlichkeit, Drohungen, ungewöhnlicher Geheimhaltung oder der Aufforderung zu einer sofortigen Entscheidung. Nehmen Sie sich Zeit für eine unabhängige Prüfung.

2. Keine Links oder Anhänge öffnen

Klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen E-Mails oder Nachrichten und öffnen Sie keine unerwarteten Anhänge. Antworten Sie nicht direkt auf die Nachricht.

Rufen Sie Internetseiten stattdessen über die Ihnen bekannte und selbst eingegebene Adresse auf. Nutzen Sie keine Kontaktdaten oder QR-Codes aus der verdächtigen Nachricht.

3. Keine Zugangsdaten oder vertraulichen Informationen weitergeben

Geben Sie niemals Passwörter, PINs, TANs, Sicherheitscodes oder vollständige Zahlungsdaten per E-Mail, SMS, Messenger oder aufgrund eines unaufgeforderten Telefonanrufs weiter.

Seien Sie auch vorsichtig bei Anfragen nach:

  • Ausweiskopien oder anderen Identitätsnachweisen,
  • Kunden- oder Vertragsdaten,
  • internen Informationen,
  • Fernzugriff auf Ihren Computer oder Ihr Smartphone,
  • Änderungen von Bankverbindungen oder Zahlungswegen.

4. Zahlungsaufforderungen unabhängig prüfen

Überweisen Sie kein Geld, bevor Sie die Anfrage geprüft haben. Vergleichen Sie insbesondere:

  • Absenderadresse und Schreibweise der Domain,
  • Rechnungsnummer, Betrag und Fälligkeit,
  • Bankverbindung und Zahlungsempfänger,
  • Inhalt und Anlass der Anfrage.

Bestätigen Sie ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen immer über einen bereits bekannten und unabhängigen Kontaktweg. Verwenden Sie dafür nicht die Kontaktdaten aus der verdächtigen Nachricht.

5. Absender und Nachricht genau prüfen

Achten Sie unter anderem auf:

  • leicht abweichende oder ungewöhnliche E-Mail-Adressen,
  • eine ungewohnte Anrede oder auffällige Sprache,
  • Rechtschreib- und Formatierungsfehler,
  • widersprüchliche Angaben,
  • unerwartete Rechnungen oder Mahnungen,
  • Aufforderungen zur Geheimhaltung,
  • ungewöhnliche Zahlungsfristen oder neue Bankverbindungen.

Eine professionelle Gestaltung oder ein bekanntes Logo ist kein Beweis für die Echtheit einer Nachricht.

6. Verdächtige Nachrichten melden

Bitte senden Sie verdächtige Nachrichten an die dafür vorgesehene Kontaktstelle:

notify@buchmesse.de

Die Zusendung dient ausschließlich der internen Dokumentation und dazu, auf aktuelle oder wiederkehrende Scamming-Fälle aufmerksam machen zu können. Eine Bearbeitung des individuellen Falls oder eine Rückerstattung eines entstandenen Schadens ist damit nicht verbunden.

Die Zusendung an die Frankfurter Buchmesse ersetzt keine Anzeige bei der Polizei. Wenn Sie bereits Geld überwiesen oder persönliche Daten weitergegeben haben, wenden Sie sich unverzüglich an Ihre Bank beziehungsweise den Zahlungsdienstleister und erstatten Sie gegebenenfalls Anzeige bei der Polizei. Die Frankfurter Buchmesse kann keine Maßnahmen veranlassen, um Ihnen Ihr Geld zurückzuerstatten.

Löschen Sie die Nachricht erst, nachdem Sie sie gesichert oder an die oben genannte Kontaktstelle gesendet haben.

7. Beweise sichern

Bewahren Sie verdächtige E-Mails, SMS, Chatverläufe, Anhänge, Telefonnummern, Links, Rechnungen und Zahlungsbelege auf. Notieren Sie außerdem Datum, Uhrzeit und den bisherigen Ablauf des Vorfalls.

8. Wenn Sie bereits reagiert haben

Handeln Sie sofort:

  • Zahlung veranlasst: Kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Bank und versuchen Sie, die Zahlung zu stoppen oder zurückzurufen.
  • Zugangsdaten eingegeben: Ändern Sie das betroffene Passwort sofort über die offizielle Internetseite. Ändern Sie es auch bei allen anderen Diensten, bei denen Sie dasselbe Passwort verwendet haben.
  • Zahlungsdaten weitergegeben: Informieren Sie Ihre Bank oder den Zahlungsdienstleister und lassen Sie die erforderlichen Sperren veranlassen.
  • Fernzugriff ermöglicht: Trennen Sie das Gerät vom Internet und lassen Sie es fachkundig prüfen. Ändern Sie wichtige Passwörter von einem anderen, sicheren Gerät aus.
  • Persönliche Daten übermittelt: Beobachten Sie Ihre Konten und Verträge besonders aufmerksam und wenden Sie sich an die zuständigen Stellen.

Erstatten Sie bei einem finanziellen Schaden oder einem konkreten Betrugsversuch Anzeige bei der Polizei. Informieren Sie außerdem das betroffene Unternehmen über den Vorfall.

Merksatz

Nicht klicken. Nichts preisgeben. Nicht unter Druck zahlen. Unabhängig prüfen. Verdacht melden.