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Demokratie verteidigen - aber wie?

07. Oktober 2026 —
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Kaum jemand stellt in den traditionellen Demokratien des Westens das Regierungssystem Demokratie als solches in Frage. Umso heftiger ist jedoch der Streit, was mit “Demokratie” gemeint ist. Herrscht Demokratie, wenn die Mehrheit des Volkes politisch durchsetzen kann, was immer sie will? Herrscht Demokratie, wenn starke, in der Verfassung verankerte Institutionen wie das Bundesverfassungsgericht oder der Supreme Court darüber wachen, dass auch die Rechte von Minderheiten nicht verletzt werden? Und was hat es mit dem liberaldemokratischen Versprechen auf sich, ein jeder möge frei sein, sein Glück zu machen? Führt es im Zeitalter des Digitalkapitalismus nicht zu quasi absolutistischer Machtfülle in den Händen einiger weniger Tech-Unternehmer – während das Volk aufhört, ein “Demos” im politischen Sinne zu sein und zur leicht manipulierbaren Masse von “Usern” und Konsumenten wird?

Jill Lepore, die wichtigste zeitgenössische US-amerikanische Historikerin, und Christina Morina, eine der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Historikerinnen, diskutieren über die Risiken und Gefährdungen der Demokratie – in den USA und hierzulande. 

Jill Lepore (Die Regierung der Maschinen - Aufstieg und Fall des künstlichen Staates, C.H.Beck) und Christina Morina (Das amerikanische Beben - Erfahrungen und Konsequenzen für die deutsche Demokratie, Siedler). 

Moderation: Thea Dorn