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Nennen wir es böse

09. Oktober 2026 —
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Dialogue Stage

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In ihrem Buch „Nennen wir es böse“ schreibt Susan Neiman über Ethik in Zeiten politischer Gewissenlosigkeit und fordert auf, eigene Moralvorstellungen zu verteidigen.

Susan Neiman widmet sich mit großer Leidenschaft der Frage nach der Bedeutung von Ethik in einer Zeit, die zunehmend von politischer  Verantwortungslosigkeit geprägt ist. Wie können wir die von modernen Politikern wie Trump geprägte Realität angemessen benennen? Susan Neiman sieht darin eine Schlüsselfrage, denn unsere Fähigkeit, Widerstand zu leisten, hängt davon ab, wie wir die heutige Zeit beschreiben.

In ihrem Werk „Nennen wir es böse“ analysiert sie die gegenwärtige Krise der Demokratie aus moralphilosophischer Perspektive und sucht nach ihren Wurzeln. Mit historischem Weitblick zeigt sie auf, wie die Normalisierung von Fehlverhalten das Vertrauen in den Rechtsstaat erschüttert und den Zusammenhalt gemeinsamer Werte gefährdet. In einer Ära, in der skrupelloses Streben nach Macht und Reichtum häufig ohne Konsequenzen bleibt, fordert Neiman uns auf, unsere moralischen Grundwerte zu verteidigen – denn sie sind die Basis für die Gesellschaft, die wir uns wünschen.

Sprecher*innen:

  • Susan Neiman, Moralphilosophin & Direktorin
  • Ulrike Winkelmann, Chefredakteurin, Tageszeitung taz